Herzbuben erspielen bei „Wer wird Millionär“ 125 000 Euro für Stiftung der Gemeinde

Zum Glück keine Zocker

Ein Herz für Wildeck: Wolfgang Schwalm (56) setzte Günther Jauch zur Begrüßung seinen Hut auf. Gemeinsam mit Wilfried Gliem (64), rechts, wählte das Duo die Risikovariante mit Zusatzjoker. Die Musiker trugen ihren Teil zu einer der unterhaltsamsten Wer wird Millionär-Folgen bei. Auch Jauch war in der letzten Folge vor der Sommerpause sichtlich in Urlaubsstimmung. Foto: dpa

Wildeck. 5,65 Sekunden. Die Wildecker Herzbuben Wilfried Gliem und Wolfgang Schwalm pflegen die Gemütlichkeit. Doch bei der Promi-Spezialausgabe von „Wer wird Millionär“ schlugen die beiden Musiker mit ihrer Blitzantwort bei der Auswahlfrage am Anfang sogar Schlauköpfchen Barbara Schöneberger, die später eine Million Euro abräumen sollte.

So landete das Musikerduo am Montagabend als Erstes auf dem Stuhl von Günther Jauch. Und die beiden sollten in der RTL-Quizshow dafür sorgen, dass die kleine Gemeinde Wildeck deutschlandweit bekannt wird. Sie erspielten für die Stiftung der Gemeinde Wildeck „Lebenswertes Wildeck“ stolze 125 000 Euro. Gestoppt werden konnte das patente Duo erst von der 500 000-Euro-Frage.

Viele Wildecker sahen zu

Wie viele Wildecker Bürger fieberte auch Bürgermeister Jürgen Grau vor dem Fernseher mit. „Ich hatte sogar ein bisschen feuchte Hände“, erzählt der Verwaltungschef und lacht. „Natürlich freuen wir uns sehr über den sozialen Einsatz der Herzbuben für Wildeck und ihren Erfolg“, sagt er. Das Dankschreiben hat er schon losgeschickt.

„Wildeck kann das Geld gut gebrauchen. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, erzählt Wilfried Gliem im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit dem Geld sollen Senioren und Jugendliche unterstützt werden. „Jugendliche und Senioren bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und Betreuung“, erläutert Gliem das Engagement der Herzbuben in dieser Richtung. Gliem kommt aus Wildeck, Wolfgang Schwalm aus der Schwalm.

„Natürlich hätten wir auch gern die Million genommen“, erzählt Gliem schmunzelnd. Aber die 500 000-Euro-Frage war einfach ein zu harter Brocken. „Meine Tendenz ging zur Antwort Churchill. Aber das wäre schiefgegangen. Und Zocken kam nicht infrage. Das war uns zu heiß“.

Günther Jauch lernten die Herzbuben als lockeren, angenehmen und positiven Gesprächspartner kennen. „Die Sendung wurde bereits am 17. Mai aufgezeichnet. Aus vier Stunden wurde dann die Zwei-Stunden-Sendung gestrickt“, berichtet Gliem, der sonst gar nicht „Wer wird Millionär“ schaut. Er managt die Herzbuben und muss auch abends viel arbeiten. „Das Einzige, was ich gerne angucke, ist Sonntagabend der Tatort“.

Von René Dupont

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