Staatsminister Michael Roth schildert exklusiv für unsere Zeitung seine Eindrücke aus New York

Am Ort globaler Friedens-Träume

Sprach auf einer Sondersitzung von den vereinten Nationen zum Thema Antisemitismus in New York: Staatsminister Michael Roth aus Heringen. Foto: nh

New York. Eine Rede vor den Vereinten Nationen ist selbst für einen Politik-Profi wie den SPD-Bundestagsabgeordneten und Staatsminister Michael Roth etwas besonderes. Gestern sprach er auf einer UN-Sondersitzung zum Thema Antisemitismus in New York. Unsere Zeitung erreichte Roth kurz vor seiner Rede bei den UN. Für unsere Leser schildert er seine Eindrücke:

„Dass ich den heutigen Tag bei den UN verbringe, wusste ich am Montag noch nicht. Eigentlich wollten mein französischer Amtskollege Harlem Désir und ich den diesjährigen deutsch-französischen Tag in Paris verbringen. Uns beiden war die zeitgleich stattfindende Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum weltweiten Anstieg des Antisemitismus aber so wichtig, dass wir ganz kurzfristig entschieden haben, gemeinsam nach New York zu reisen.

Ich habe schon viele Reden gehalten und wichtige Orte besucht. Doch vor der UN zu sprechen, zumal zu einem solch wichtigen Thema, ist schon etwas ganz besonderes und sicher einer der Höhepunkte meiner bisherigen politischen Arbeit. Allen Enttäuschungen und Rückschlägen zum Trotz sind die UN der Ort, an dem die Welt zusammen kommt, um uns dem Traum vom global geltenden Menschenrecht, von Frieden und Sicherheit ein Stückchen näher zu bringen.

Ich will mich nicht zu wichtig nehmen, aber das, was ich heute hier sage, tue ich auch im Namen von Schulen, Organisationen wie der Adam von Trott-Stiftung, engagierten Bürgerinnen und Bürgern, vor allem jungen Leuten meiner nordhessischen Heimat, die viel geleistet haben im fortwährenden Kampf für das Menschenrecht, gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz.“ (red/kai)

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