Bad Hersfeld liest ein Buch – Vorlese-Matinee in der City Galerie am Samstag

Es gibt einen unbekannten Zuse

Prominenz: Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und der erste Stadtrat Dr. Rolf Göbel lasen ausgewählte Passagen vor. Foto: Schmidl

Bad Hersfeld. Die betriebsame Geräuschkulisse der City Galerie überhörend, wurden zahlreiche Bad Hersfelder Bürger Teil der Lesung „Überraschungsgäste“ im Rahmen der Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“.

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und der erste Stadtrat Dr. Rolf Göbel lasen ausgewählte Kapitel und Passagen aus dem Roman „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ aus der Feder von Friedrich Christian Delius. Ein gut gewähltes Buch, denn zum einen hat der Autor viele Jahre in unserer Region gelebt und Konrad Zuse, der Erfinder des Computers, ist ebenso wie sein Unternehmen eng mit der Stadt Bad Hersfeld verknüpft.

Elke Künholz, persönlich überzeugt, dass jeder Mensch ein Ziel im Leben braucht, las aus dem Kapitel „Es war nicht der Teufel, es war Rilke“. „Ohne Rilkes Regel hätte ich nicht durchgehalten“, sagt Zuse selbst.

Rolf Göbel stellte mit dem Kapitel „Schöngeisterei und Rechnerei“ den unbekannten Künstler Zuse vor, dessen Gemälde derzeit bei der „documenta“ in Kassel ausgestellt sind.

Dr. Karl-Ernst Schmidt bezog sich auf den Umgang Zuses mit den Medien und die drei fiktiven, nachts geführten Interviews mit Journalisten, die Zuse „voll von letzten Worten“ führen wollte. Eine anregende, amüsante Stunde, die von Dr. Thomas Handke moderiert und von Helgo Hahn musikalisch umrahmt wurde. (gs)

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