Polizei: Keine Verletzten, aber Stromausfall, blockierte Straßen und ein verwehtes Festzelt

Gewittersturm knickt Bäume um

Wie Streichölzer knickten die Masten des Fangnetzes, als das Festzelt sie traf. Foto: roda

Hersfeld-Rotenburg. Zahlreiche Bäume entwurzelten die Sturmböen, die am Mittwochabend das heftige Gewitter begleiteten. Dort, wo die umgestürzten Bäume Straßen blockierten, hatten die Mitarbeiter der Straßenmeistereien Rotenburg und Bad Hersfeld in der Nacht gut damit zu tun, die Fahrbahnen wieder freizuschneiden.

Betroffen waren unter anderem die Landesstraße 3336 (Stock) zwischen Ludwigsau und Rotenburg, die K9 Hillartshausen – Hilmes, die K 24 Solms – Richthof sowie die Landstraße zwischen Kirchheim und Bad Hersfeld im Bereich „Roter Neon“. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Auch in Rotenburg, Lispenhausen, Bebra und Alheim mussten Kräfte der Feuerwehr umgestürzte Bäume beseitigen. Der erste Notruf ging um 21.30 Uhr ein. In Höhe des sogenannten Negerdörfchens in Rotenburg lag ein Baum auf der Bundesstraße 83.

Auch die Gilfershäuser Straße in Bebra war durch einen Baum vorübergehend blockiert. Am Anger in Lispenhausen wurde ein Personenwagen aus Mainz stark eingedellt. Der Sturm hatte einen Baum in 3,50 Meter Höhe gekappt. Auch in Heinebach wurde ein Auto beschädigt. Der Sturm hatte einen Baum abgeknickt und auf den Personenwagen geschleudert.

Zwischen Oberellenbach und Sterkelshausen mussten die Feuerwehrleute ebenfalls einen Baum beseitigen.

Als Folge des Gewitters fiel von 21.50 bis 22.45 Uhr in Braach der Strom aus. Davon war auch die Polizeistation Rotenburg betroffen. Die Schutzmänner schalteten das Notstromaggregat ein.

Vermutlich eine Sturmbö hat in der Nacht zum Donnerstag ein mittelgroßes Festzelt auf dem Mansbacher Sportplatz aus der Verankerung gerissen und auf das Nachbargrundstück geweht. Das mehrere Quadratmeter große Ballfangnetz hinter dem Tor stellte dabei kein Hindernis dar. Die Zeltplane wirkte wohl eher wie ein Segel, das die etwa acht Zentimeter dicken Halterohre des Netzes wie Streichhölzer umknickte. Das Zelt selbst war als Wetterschutz für die Gäste des VfL Mansbach vorgesehen, der bis zum Sonntag sein 90-jähriges Bestehen auf dem Sportplatzgelände feiert. Trotz des stürmischen Zwischenfalls begann das Fest gestern Abend mit einem Kommers im Bürgerhaus nebenan. (m.s./zac/roda)

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