Gespannte Erwartung vor der ersten Premiere

Bad Hersfeld. Mit der Premiere von Schillers „Wilhelm Tell“ beginnen heute Abend die 60. Bad Hersfelder Festspiele. Inszeniert wird der Klassiker vom neuen Intendanten Holk Freytag. Dem Geschehen auf der Bühne voraus gehen das große Theaterfestival in der Innenstadt mit zahlreichen internationalen Straßenkünstlern (ab 15 Uhr) sowie der traditionelle Festakt in der Stiftsruine (ab 17 Uhr).

Die letzten Stunden vor dem ersten Erklingen der Festspielfanfare stehen wie immer im Zeichen gespannter Erwartung. „Nach harten Proben bei verlässlichem Regen freuen wir uns jetzt sehr auf die Begegnung mit dem Publikum, natürlich nicht ohne klopfende Herzen“, sagte Intendant Freytag, der mit dieser Spielzeit die Nachfolge von Elke Hesse angetreten hat.

Für Bürgermeister Hartmut H. Boehmer sind die 60. Festspiele die letzten von insgesamt 27, die er in verantwortlicher Position begleiten wird. „Ich hoffe, dass die hohen Erwartungen, die alle an Holk Freytag richten, erfüllt werden“, sagte Boehmer, der Ende August in den Ruhestand gehen wird.

Im übrigen sei er ja Ende der siebziger Jahre gerade wegen des Theaters nach Bad Hersfeld gekommen, sagte der scheidende Bürgermeister. „Wir hoffen jetzt auf gutes Wetter und gute Kritiken, damit noch mehr Menschen nach Bad Hersfeld kommen, um die Aufführungen zu besuchen“, erklärte Karl Schmidt, Leiter der Festspielverwaltung. Denn trotz der gegenüber 2009 erhöhten Zahl von Vorstellungen stagniert der Kartenverkauf bislang etwa auf Vorjahresniveau.

In der kommenden Woche gibt es mit „Carmen - Ein deutsches Musical“ (16. Juni) eine Welturaufführung sowie mit Maxim Gorkis „Sommergäste“ das Hersfeld-Debüt für einen russischen Autor (19. Juni).

Weitere Informationen, alle Termine und Erinnerungen aus 59 Spielzeiten finden Sie im Festspiel-Journal, das heute unserer Zeitung beiliegt.

Von Karl Schönholtz

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