Informationsveranstaltung der Grünen

Gut geschützt ins Internet

Aufgepasst: Elisabeth Feik-Schreiber (Verbraucherberatung ), Pascal Becker (Die Grünen), Sabine Grünwald (Die Grünen), Marco Hohmann (Kripo Fulda) und Christine Ehrig (Kripo Fulda), von links, informierten über die Gefahren des Internets. Foto: privat

Bad Hersfeld. „Das Internet ist aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken – das gilt natürlich auch für uns beide“, bekannten die Sprecherinnen des Kreisvorstandes der Grünen Hersfeld-Rotenburg, Sabine Grünwald und Irmgard Winkelnkemper, vor Beginn der Veranstaltung. Da das Internet aber gleichzeitig für zwielichtige bis kriminelle Handlungen ein lukratives Betätigungsfeld biete, wollten sie über die Gefahren informieren.

Eigene Verbindung absichern

Diplom-Informatikerin Christine Ehrig und Kriminaloberkommissar Marco Hohmann von der Abteilung Internetkriminalität der Kripo Fulda erklärten anschaulich, mit welchen Gefahren Internetnutzer rechnen müssen und wie sie sich schützen können. Wichtig seien vor allem die Verwendung eines ständig aktualisierten Virenscanners und die Absicherung der eigenen WLAN-Verbindung. Viele weiterführende Informationen können Interessierte auf www.bsi-fuer-buerger.de nachlesen, einer Seite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik.

Besonders eindringlich warnte Kriminaloberkommissar Hohmann vor einer ganz anderen Gefahr: Hänseleien, Belästigungen und Verleumdungen fänden längst nicht mehr nur im „realen“ Leben statt. Cybermobbing – so der Fachbegriff – breitet sich im virtuellen Raum aus, oft innerhalb beliebter sozialer Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ. Da dabei die Intimsphäre der Opfer angegriffen werde, gelte: Vorsicht bei Veröffentlichung persönlicher Daten und Fotos im Internet! Außerdem: Auch (zukünftige) Arbeitgeber recherchieren inzwischen gerne, was die Betreffenden im Internet von sich preisgeben.

Elisabeth Feik-Schreiber, Leiterin der Verbraucherberatung Bad Hersfeld, referierte im zweiten Teil über das Thema Einkaufen im Internet. Grundsätzlich würden Verbraucher durch das Fernabsatzgesetz geschützt. So beginne das Widerrufs- und Rückgaberecht erst nach schriftlicher Bestätigung oder nach Lieferung von Waren und laufe 14 Tage. Vorsicht sei bei Anbietern geboten, die ihrer Informationspflicht nicht nachkämen, also die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Widerrufsbelehrungen dem Nutzer nicht schon vor dem Kauf zugänglich machten.

„Trotz aller Gefahren, die im Internet lauern, sollten Sie sich nicht zu sehr verunsichern lassen“, gab Moderator Pascal Becker von den Grünen den Zuhörern zum Abschluss auf den Weg. „Denn das weltweite Netz birgt in erster Linie vor allem eines – unglaublich viele Chancen.“ (red)

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