Holk Freytag las aus „Im Westen nichts Neues“

Geschichten aus dem Weltkrieg

Vorlesung in Kohlhausen: (von links) Dr. Michael Schütz, Dr. Thomas Handke, Margret Bohle-Heemke und Holk Freytag lasen aus dem Roman „Im Westen nichts Neues“ vor. Foto: Landsiedel

Kohlhausen. „Man darf Menschen einfach nicht in eine solche Situation bringen“, brachte es Holk Freytag auf den Punkt. Welche Situation er damit meinte, wurde den zahlreichen Zuhörern im Gasthaus Glebe in Kohlhausen gleich darauf deutlich, als Freytag bei der Veranstaltung der Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“ begann, ein besonders grausames Kapitel aus Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ vorzutragen.

Detailreich, emotionslos und brutal wird darin das Gemetzel an der Westfront aus der Sicht des Protagonisten Paul Bäumer, eines jungen Kriegsfreiwilligen, geschildert. „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen“ – Mit diesem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium sei eigentlich alles gesagt, sagte Freytag abschließend.

Zu Beginn der zweiten Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Bad Hersfeld liest ein Buch“ konnte Dr. Thomas Handke neben Holk Freytag als prominentesten „Vorleser“ Margret Bohle sowie Dr. Michael Schütz im Gasthof Glebe begrüßen, die ebenfalls von ihnen ausgewählte Passagen aus Remarques Roman vortrugen. Besonders ergreifend war der Moment, in dem Dr. Schütz die Namen der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Kohlhausen verlas, die er am Kriegerdenkmal recherchiert hatte.

Am kommenden Sonntag um 15 Uhr liest Reinhard E. Matthäi, begleitet von Udo Diegel am Flügel im Konzertsaal des Bad Hersfelder Kurparks weitere Kapitel aus „Im Westen nichts Neues“. (tl)

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