Wahlshäuser porträtieren sich in ihrem „Dorfbuch“, das am Sonntag vorgestellt wird

Geschichten aus dem Dorf

Zu Recht stolz sind die Autoren Heinrich Bätz, Martha Wenzel, Irene Berg und Kurt Eckhardt (von links) über ihr 500 Seiten starkes Werk „Unser Dorfbuch – Wahlshausen“. Ab Sonntag kann das Buch im neuen Haus der Generationen in dem Oberaulaer Ortsteil erworben werden. Foto: Löwenberger

Wahlshausen. Geschichten, Anekdoten, Berichte, Fotos und Dokumente aus mehr als 700 Jahren auf fast 500 informativen und interessanten Seiten, das ist „Unser Dorfbuch – Wahlshausen“.

Vor fünf Jahren hat sich der Heimatverein Wahlshausen und damit auch der Chronikausschuss gebildet. Seitdem arbeiten Irene Berg, Martha Wenzel, Heinrich Bätz und Kurt Eckhardt an dem Werk, zunächst mit dem Ziel einer Festschrift zum 700. Dorfgeburtstag im Jahr 2009. Schon diese 80 Seiten umfassende Schrift fand großen Anklang.

Begonnen haben die Autoren damit, von Haus zu Haus zu gehen um Bilder zu suchen und zu sammeln. Schon das dauerte sehr viel länger als geplant. Fünf bis sechs Haushalte hatte sich jeder pro Abend vorgenommen. Fast immer aber kam man über das Bildersuchen und Betrachten ins Erzählen. „Meist bin ich abends gegen sechs irgendwo hingekommen, und bis ich wieder raus kam war es zehn oder elf Uhr“, erinnert sich Bätz. Das habe aber dazu geführt, dass man sehr viel über das Dorf, die Leute und die Geschichte erfahren habe, und habe auch bewirkt, dass sich jeder Wahlshäuser eingebunden fühlte und sich der Ort zum Jubiläum mit einer hervorragend funktionierenden Dorfgemeinschaft präsentierte, ergänzt Irene Berg.

Jetzt also stellen die Wahlhäuser ihr Dorf im Buch vor, angefangen mit einer historischen Gemarkungskarte aus dem Jahr 1876 bis hin zu zahlreichen Fotos von der 700-Jahrfeier. Die Chronik des Dorfes, das Dorfbild und Einblicke in das Dorfleben sind ebenso Thema wie die Heimatvertriebenen, der Auftritt im „Dollen Dorf“ des HR bis hin zur aktuellen Dorferneuerung, die noch bis ins Jahr 2015 läuft.

Jeder soll sich wiederfinden

Dazwischen liegen Berichte über Kirche, Politik, Schule und Vereinswesen. Es gibt Wissenswertes und Kurioses, Originale und Übersetzungen uralter Aufzeichnungen, die man heute kaum mehr verstehen kann und jedes Haus, das vor der Gebietsreform in den 70er Jahren erbaut war, wird mit seiner Geschichte und seinen Bewohnern vorgestellt. „Wir wollten, dass sich jeder in unserem Buch wiederfinden kann“, erklärt Eckhardt. Besonderer Dank des Autorenteams geht an Irene Rös, die als Lektorin bei der Produktion zur Seite stand.

Ab Sonntag, 14. Oktober, kann das Buch zum Preis von 25 Euro in Wahlshausen erworben werden. An dem Tag wird das „Haus der Generationen“, die aufwändig restaurierte ehemalige Schule im Dorfkern direkt neben der Kirche, offiziell eröffnet. Beginn ist um 10.30 Uhr mit einer Feierstunde. Es folgen ein gemütliches Beisammensein mit Imbiss, Kaffee und Kuchen, und natürlich kann das neue Schmuckstück ausführlich bewundert und besichtigt werden.

Von Bernd Löwenberger

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