Stadt Bad Hersfeld bietet historischen Rundgang mit GPS-Gerät an

Geschichte auf der Spur

Bad Hersfeld. Aus welcher Zeit stammen die zwei Fachwerkhäuser mit den geschwungenen Giebeln? Wann wurde das Kloster durch Lullus gegründet? Wer wurde in der Luisenschule unterrichtet?

Das sind nur drei der insgesamt 18 Fragen, denen die Besucher in einem neuen historischen Stadtrundgang auf den Grund gehen sollen. Drei Auswahlmöglichkeiten hält der Begleitzettel bereit, jeder ist eine GPS-Koordinate zugeordnet. Nur die richtige Antwort führt den Besucher mit seinem Navigationsgerät zur nächsten Station.

Den Trend zur Schatzsuche mit dem Satelliten-Navigationsgerät – neudeutsch Geocaching – hat die Stadt Bad Hersfeld zum Anlass genommen, die neue Route auszuweisen. „Alle Fragen sind so gestellt, dass man sie ohne weitere Hilfsmittel beantworten kann“, berichtet der städtische Mitarbeiter Reinhold Schott, der die Tour gemeinsam mit erfahrenen Geocachern ausgearbeitet hat.

Los geht es an der Tourist-Information am Marktplatz. Gegen eine Leihgebühr von fünf Euro und das Hinterlegen einer Personalausweis-Kopie bekommen Interessierte dort GPS-Gerät und Begleitzettel. Ende der Route ist das wortreich am Schildepark. Dort befindet sich ein Logbuch, in das sich die Besucher eintragen dürfen. Und weil Geocaching eine moderne Art der Schatzsuche ist, ist für die Teilnehmer ein kleines Geschenk versteckt.

Nach dem Ende der Tour können die GPS-Geräte bei den wortreich-Mitarbeitern abgegeben werden.

Bei Geocachern seien kommerzielle Angebote verpönt, sagt Bürgermeister Thomas Fehling. Der Verwaltungschef will das neue Angebot deshalb als Anreiz verstanden wissen, die Stadt zu erkunden. „In Bad Hersfeld sind ja bereits zahlreiche Caches versteckt, eine ganze Stadtführung auszuarbeiten, wäre für Ehrenamtliche aber zu viel Arbeit“, meint Fehling.

Fünf GPS-Geräte hat die Stadt vorerst für die neue Stadtführung angeschafft. Eine Ausweitung des Angebotes können sich die Macher durchaus vorstellen. So sei auch eine spezielle Tour für Kinder denkbar, sagt Reinhold Schott.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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