Kulturelles Treffen der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in der Wandelhalle

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Lydia Kwant und Andrej Weber sangen Heimat-und Volkslieder bei dem Treffen der Russlanddeutschen in der Wandelhalle des Kurhauses in Bad Hersfeld. Foto: Gerhard Manns

BAD HERSFELD. Die Landsmannschaft der Russlanddeutschen hatte zum Treffen in die Wandelhalle des Kurhauses in Bad Hersfeld eingeladen, um an den Erlass des Manifestes der Zarin Katharina II am 22. Juli 1763 zu gedenken.

Dieses Manifest ermöglichte es, dass die weiten und menschenleeren Gebiete im großen russischen Reich mit Ausländern besiedelt werden konnten. Das war vor 250 Jahren der Startschuss dafür, dass viele Deutsche nach Russland auswanderten, um in den Jahren von 1763 bis 1862 insgesamt 3.536 deutsche Siedlungen in Russland zu errichten.

Gedenken an die Opfer

Zu Beginn der Veranstaltung hielt Pfarrer Karl-Heinz Barthelmes eine Andacht zum Gedenken an die Opfer von Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit in der ehemaligen Sowjetunion.

Zur Erinnerung an die Blütezeit der Deutschen Einwanderer in Russland, die vor 250 Jahren begann, sang Lydia Kwant aus Hauneck alte Lieder aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten in Russland. Der Schriftsteller und Dichter Wendelin Mangold las aus der von ihm verfassten Tragikomödie „Vom Schicksal gezeichnet und geadelt“, die über die Geschichte der Wolgadeutschen erzählt. Dafür erhielt Wendelin Mangold auf dem Hessentag in Kassel den hessischen Preis „Flucht, Vertreibung, Eingliederung“ von Ministerpräsident Volker Bouffier.

Nach der Vorführung einer kleinen Szene aus dem Stück, sang Andrej Weber einige Lieder der Deutschen aus Russland und es gab einige Vorträge von Gedichten und Geschichten dazu. Diese Veranstaltung sollte einen Einblick in die 250-jährige vielfältige Geschichte der Deutschen in Russland geben. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde gemeinsam die deutsche Nationalhymne gesungen.

Von Gerhard Manns

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