Brüggemann-Keramik in der Galerie Hohlmann

Gesammelte Werke in einer Ausstellung

Künstler und Sammler vereint: Volker Brüggemann, Helmut Hohlmann und Antje Brüggemann, von links. Foto: Hettenhausen

Asbach. Über 70 Keramikarbeiten von Antje Brüggemann sind zurzeit in der Galerie Hohlmann in Asbach ausgestellt. „Ich freue mich, so viele meiner Werke einmal wiederzusehen“, sagte die Künstlerin während der Vernissage erstaunt über die Vielzahl der Exponate, die alle aus der privaten Sammlung von Helmut Hohlmann stammen.

Der Kunstliebhaber hat es schon seit vielen Jahren auf Brüggemanns Objekte abgesehen. In seiner Rede zur Eröffnung der Ausstellung berichtete er von seinen vielen Bemühungen seit 1980, „hinter diesen Arbeiten hinterherzurennen“. Nur so käme man als Sammler zum Ziel, offenbarte er dem lachenden Publikum.

Die in diesen Tagen 70 Jahre alt werdende Künstlerin kann auf eine intensive 45-jährige Schaffenszeit zurückblicken.

Werkstatt in Wippershain

Sie lebt mit ihrem Mann Volker, einem passioniertem Bildhauer und ehemaligen Kunstlehrer, in Wippershain. Dort in der Werkstatt unter dem Dach sind die vielen Arbeiten entstanden, die ihr zu ihrem weltweit anerkannten Ruf verhalfen und die auch in 40 Museen in verschiedenen Ländern zu sehen sind.

Brüggemann hat für die Firma Rosenthal und sogar für die Fluggesellschaft British Airways Designs entworfen.

Ihre persönliche Entwicklung beschreibt sie folgendermaßen: „Während mich früher organische Motive wie Blätter und auch Stillleben faszinierten, sind es in den letzten Jahren immer mehr die klaren, strengen, geometrischen Formen, die ich gestalterisch umsetze“.

Die Bandbreite der Exponate macht diese Entwicklung deutlich. Besonderer Blickfang sind die Arbeiten mit optischen Täuschungen, die einem den Eindruck vermitteln, in dreidimensionale Tiefen zu schauen.

Effekte durch Glasuren

Viele Effekte erzielt Brüggemann durch die unterschiedlichen Glasuren und eingefärbte Tone, die sie auf die Keramik modelliert. „Das Anfassen der Werke ist gewünscht“, sagte Galerist Hohlmann an die Besucher gerichtet, „denn diese Keramikformen sind nicht nur ein optisches Erlebnis“.

Diese Ausstellung ist äußerst sehenswert. Hohlmann hat sie mit mehreren Festspielplakaten dekoriert, mit denen an die 60-jährige Geschichte der Aufführungen in der Ruine erinnert wird. In der Mühlestraße 9 ist die Galerie täglich von 15 bis 18 Uhr zu besuchen. (het)

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