3000 Euro Geldstrafe für Hersfelder Lkw-Fahrer

Nur geringe Schuld an tödlichem Unfall

Bad Hersfeld. Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verurteilte der Strafrichter am Amtsgericht Bad Hersfeld einen 32 Jahre alten Lkw-Fahrer zu 3000 Euro Geldstrafe.

Der Hersfelder hatte am 10. September vergangenen Jahres in Heringen einen Unfall verursacht, bei dem der 80-jährige Fahrer eines Motorrollers so schwere Verletzungen erlitten hatte, dass er fünf Tage später starb. Die vier Jahre ältere Beifahrerin wurde ebenfalls erheblich verletzt und leidet noch heute unter den Folgen des Unfalls.

Den Angeklagten traf an dem tragischen Geschehen allerdings nur geringe Schuld. Er hatte beim Einbiegen von der Unteren Hanacht in die Leimbacher Straße den Roller komplett übersehen, weil das Zweirad vom linken Außenspiegel des Lkw verdeckt war. „Da war nur ein Schatten, dann ein dumpfer Schlag“, sagte der sichtlich aufgewühlte Hersfelder am Mittwoch vor Gericht.

Der alte Herr und seine Lebensgefährtin aus dem Soziussitz waren wie jeden Morgen auf der Leimbacher Straße zum Einkaufen gefahren. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes war der Lkw gerade erst wieder angefahren, der Roller mit höchsten 35 km/h unterwegs. Richter Michael Krusche bezeichnete den Unfall zwar als vermeidbar, blieb mit dem Urteil jedoch deutlich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. (ks)

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