Bei dem Wohnhausbrand am Markt wurde auch das Fotostudio „Blitzlicht“ zerstört

Gerettet, was noch ging ...

Verena Hahnelt (links) und Julia Höcker vor ihrem ehemaligen Ladenlokal, das bei dem Brand am Sonntag zerstört wurde. Vor sechs Jahren hatten die beiden dort ihr Fotostudio „Blitzlicht“ eröffnet. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Ein paar Kameras, einige Objektive, eine Festplatte und – ganz wichtig – den Terminkalender konnten Verena Hahnelt und Julia Höcker noch retten. Der Rest ihres Fotostudios am Markt fiel dem Brand, der am Sonntag im Haus nebenan ausgebrochen war, zum Opfer.

Von dem Brand erfuhr Verena Hahnelt am Sonntag durch mehrere Anrufe und SMS. Sie und ihr Mann fuhren sofort los, um zu sehen, was noch zu retten ist, bevor der Brand auch das Fotostudio erreichen würde. Die alten Fachwerkbauten am Markt stehen typischerweise eng an eng.

Als das Paar in Begleitung eines Feuerwehrmannes das Studio betrat, tropfte schon Löschwasser durch die Decke und die Heizungsrohre glühten. Schnell schnappten sich die Hahnelts ein paar wichtige Dinge, ein zweites Mal konnten sie das inzwischen verqualmte Haus nicht betreten. Julia Höcker erfuhr erst am frühen Abend, was passiert war, da sie den freien Tag am Edersee verbracht hatte.

Vor sechs Jahren hatten Hahnelt und Höcker, die sich aus der Ausbildung kennen, das Fotostudio „Blitzlicht“ gemeinsam am Markt eröffnet. Etwa 200 Quadratmeter misst das Ladenlokal.

Was von der Einrichtung und vom Equipment noch zu gebrauchen ist oder auch nicht, wird sich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Auf die Frauen wartet jede Menge Papierkram. Die Suche nach geeigneten neuen Räumlichkeiten läuft bereits. Nach dem Brand erhielten Hahnelt und Höcker viel Unterstützung von anderen Bad Hersfelder Geschäftsleuten, auch die meisten Kunden zeigten sich verständnisvoll.

Dass nach dem Brand viele Erinnerungen und Anschaffungen weg sind, ist natürlich ein Schock, doch das „Blitzlicht“-Team betont: „Viel schlimmer ist das Ganze für die Menschen, die ihr persönliches Hab und Gut und ihre Wohnungen verloren haben.“

Von Nadine Maaz

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