250 Dinge, die wir an der Region mögen (164): Das Tierheim in Bad Hersfeld

Gepflegt und aufgepäppelt

Praktikantin Kinga Kogga, Mitarbeiterin Rosi Müller und der Vorsitzende des Tierschutzvereins Winfried von Alpen kümmern sich um die Bewohner des Tierheims. Foto: Gerhard Manns

Bad Hersfeld. Wenn man die Einrichtung des Bad Hersfelder Tierschutzvereins an der Kläranlage in Bad Hersfeld besuchen will, wird man mit lautem Hundegebell begrüßt und empfangen. Die ganze Anlage wurde erst kürzlich grundlegend renoviert und umgestaltet. Den Besucher und Tierfreund erwartet ein eindrucksvolles und freundliches Ambiente, mit artgerechten Unterkünften für Hunde, Katzen und Kleintiere aller Art.

Wenn Frauchen und Herrchen in Urlaub fahren und sie ihre vierbeinigen Freunde nicht mitnehmen wollen, dann können diese im Tierheim für die Dauer des Urlaubs aufgenommen werden. Auch ausgesetzte, verletzte und zwangseingelieferte Tiere werden angenommen, gepflegt und wieder aufgepäppelt.

Das Land hilft nicht

Aber es plagen die Verantwortlichen auch finanzielle Probleme denn vom Land Hessen gibt’s keinerlei Unterstützung für solche wichtigen Einrichtungen. Lediglich der Kreis Hersfeld-Rotenburg unterstützt den Verein mit einem finanziellen Zuschuss von 2500 Euro im Jahr und von den Städten und Gemeinden werden nochmal pro Einwohner 30 Cent gezahlt.

Der Vorsitzende des Bad Hersfelder Tierschutzvereins Winfried von Alpen wies auch noch auf die soziale Komponente dieser Einrichtung hin, denn es werden zurzeit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeit an sieben Tagen und eine Mitarbeiterin in einer Halbzeitstelle beschäftigt. Zurzeit absolviert noch eine junge Frau ihr Praktikum im Tierheim. Die Sauberhaltung der Tierunterkünfte und der gesamten Anlage, sowie die Pflege und Betreuung der Tiere ist sehr arbeitsintensiv.

Gemeinnützige Arbeit

Es werden auch regelmäßig vom Gericht Menschen zugeteilt, die wegen geringer Straftaten zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt wurden und diese Stunden im Tierheim ableisten.

Mitarbeiter des Tierheims besuchen Altenheime, damit die alten Menschen die Tiere streicheln und sich mit ihnen beschäftigen können. Führungen von Schulklassen und Gruppen mit behinderten Menschen werden im Tierheim ermöglicht.

Winfried von Alpen wünscht sich, dass das Land Hessen zukünftig auch finanzielle Mittel für Tierheime und Tierschutzvereine bereitstellt, denn sie leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zum Wohle der Tiere und des Menschen.

Von Gerhard Manns

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