Schulamt spricht von guter bis sehr guter Unterrichtsabdeckung

Genug Lehrer zum Start ins neue Schuljahr

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Hersfeld-Rotenburg. Der Trend zu sinkenden Schülerzahlen hält auch in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg (-332) und Werra-Meißner (-188) an. Das berichteten gestern die Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Bebra, Anita Hofmann, und ihr Stellvertreter Gerhard Finke.

14 Klassen weniger als im Vorjahr werden deshalb gebildet, den Schulen wurden 31 Lehrerstellen weniger zugewiesen. Hofmann und Finke sind zufrieden und sprechen von guter bis sehr guter Unterrichtsabdeckung sowie einem ruhigen Start ins neue Schuljahr. Lediglich bei den Förderschulen wird nur eine 99,2-prozentige Abdeckung erreicht – nach wie vor fehlen in diesem Bereich ausgebildete Lehrkräfte. Immerhin konnten drei Förderschullehrer eingestellt werden.

Sie werden auch gebraucht: 90 Kinder zusätzlich werden in beiden Landkreisen inklusiv beschult. Das heißt: Sie werden trotz körperlicher Behinderungen, Lern- oder Verhaltensstörungen mit besonderer Förderung an Regelschulen unterrichtet. Die Zahl der Kinder an Förderschulen bleibt dennoch konstant.

79 Lehrerstellen wurden durch Neueinstellungen und Versetzungen besetzt, hinzu kommen 39 Stellen, die mit befristeten Arbeitsverträgen abgedeckt wurden. „Im Vergleich zu anderen Landkreisen wurde bei uns noch gut eingestellt“, erklärte Hofmann.

Einige Schulen müssen dennoch Federn lassen. Das Kollegium der Jakob-Grimm-Schule Rotenburg, der größten Gesamtschule im Altkreis Rotenburg, reduziert sich zum Beispiel um sechs Lehrkräfte. Sie werden künftig an anderen Schulen in beiden Landkreisen arbeiten. Dass Abordnungen und Versetzungen bei den betroffenen Lehrern nicht immer auf Zustimmung stoßen, ist den Schulaufsichtsbeamten bewusst. „Aber kein Lehrer hat Anspruch auf Arbeit an einer bestimmten Schule“. sagte Finke.

Von Silke Schäfer-Marg

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