Holger Grewe ist der neue Pfarrer für die Johanneskirchengemeinde

Die Generationen zusammenbringen

Pfarrer Holger Grewe (im Bild) in der Johanneskriche: Hier will er mehrere Generationen zusammenbringen. Foto: Skrzyszowski

Bad hersfeld. Die Evangelische Johanneskirche hat ein neues Gesicht: Holger Grewe, 36 Jahre, ist mit seiner Frau Tamina und seinen beiden Kindern Paula und Raphael nach Bad Hersfeld gezogen und seit dem 1. Oktober der neue Pfarrer der Johanneskirche. Der aus Schlüchtern stammende Theologe wird am morgigen Sonntag, dem Reformationstag, 31. Oktober, ab 10 Uhr, in der Johanneskirche offiziell in sein neues Amt eingeführt.

Zuvor war Grewe im Kirchspiel Richelsdorf tätig und leistete dort unter anderem Krisenarbeit in einer Suchtklinik. „Die Auflösung des Kirchspiels war der Impuls zur Neuorientierung“, sagt der 36-jährige.

Das Amt in der Johanneskirchengemeinde sei für ihn aufgrund der großen Mitgliederzahl, der daraus resultierenden Arbeit mit vielen Verantwortlichen und dem Anschluss einer Kindertagesstätte besonders attraktiv gewesen.

Holger Grewe will in Zukunft vor allem generationenübergreifend arbeiten. Wie man alle Generationen zusammenbringen könne, das sei eine wichtige Frage, der sich die Kirche zukünftig stellen müsse. „Denn Gottesdienst sollte für alle sein, um die kirchliche Botschaft in die Herzen der Menschen zu bringen“, erklärt Grewe.

Ursprünglich wollte der 36-jährige Wirtschaftsingenieurwesen studieren. Für ihn stand jedoch die Begegnung mit Menschen im Vordergrund, so dass ihn die Jugendarbeit und die aktive Mitgestaltung des Kindergottesdienstes in seiner Heimat prägten und ihm das Theologiestudium näher brachte.

Kindergottesdienst

Eine seiner neuen Aufgaben als Pfarrer der Johanneskirche ist die Neugestaltung des Kindergottesdienstes. Das geschieht in einem Projekt vom 9. Januar 2011 bis Juni 2012. Jugendliche, die sich ehrenamtlich für das Projekt engagieren wollen, erhalten abschließend ein Zertifikat.

Die Arbeit mit Jugendlichen sowie die diakonische Arbeit stehen für ihn ebenfalls im Mittelpunkt. Er möchte nicht nur alte und kranke, sondern auch Menschen mit Problemen dabei unterstützen, sich in ihrem alltäglichen Leben zurechtzufinden. Außerdem legt er Wert auf die ökumenische Arbeit mit der benachbarten katholischen Kirche.

Mit seiner Liebe zur Musik, insbesondere zum Jazz, beschreibt er seine Arbeit als Kunst der Improvisation. Es gehe darum etwas Gewohntes zu haben und gleichzeitig etwas Neues entstehen zu lassen. Die Thematik „alt und jung“ sowie „neu und gewohnt“ seien der Leitfaden für seine Arbeit.

Aktiv mitgestalten

Die Menschen in der Gemeinde sollen aktiv mitgestalten, wofür vor allem Familiengottesdienste Raum bieten. „Das miteinander ins Gespräch kommen und besondere Momente des Gebens und Nehmens machen meine Arbeit so interessant“, sagt der Theologe.

Ein weiteres Projekt ist der Abendgottesdienst „Lichterkirche“. Hierbei wird unter anderem das „Friedenslicht von Betlehem“ am vierten Advent, 19. Dezember, ab 17 Uhr, weitergegeben.

Zudem ist schon jetzt vom 14. bis 18. Juni eine Bibelwoche mit anschließendem ökumenischen Gottesdienst am 19. Juni geplant.

Von Nina Skrzyszowski

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