Neues Rechberggelände soll Magnetwirkung für die Hersfelder Innenstadt haben

Gemeinsame Sache

Stellten gestern die Pläne für das Rechberggelände vor: (von links) Architekt Manfred Beier, Obi-Marktleiter Roland Güntsch, Obi-Geschäftsführer Dr. Marcus Lange, Manfred Knauff als Inhaber der Raumgalerie, Edeka-Händler Thorsten Hellwig, Johannes van Horrick, Fachbereichsleiter Technische Verwaltung, Katharina Beier vom Architekturbüro Beier, Edeka-Geschäftsführer Ehrenfried Schorn und Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Ergänzen statt konkurrieren lautet das Motto für die Neuordnung des Rechberggeländes, wie sie von Thorsten Hellwig (Edeka), Dr. Marcus Lange (Obi) und Manfred Knauff (Raumgalerie) angestrebt wird. Von der Neugestaltung sollen alle bisher dort ansässigen Händler gleichermaßen profitieren, ebenso die Stadt und die Kunden.

Als „glücklichen Zusammenschluss“ bezeichnet Martin Knauff die Kooperation, er macht aber auch deutlich, dass ein Flächentausch für ihn nur in Frage kommt, wenn es für die Raumgalerie adäquate neue Flächen gibt.

„Dieses Projekt könnte ein Glücksfall für die Stadt sein“, meint Architekt Manfred Beier. Das Bad Hersfelder Architekturbüro ist für die ersten Pläne des Projekts verantwortlich, das einen in sich zusammenhängenden Platz vorsieht, der vom Durchfahrtsverkehr freigehalten werden soll und der durch das neu entstehende Gebäude-Ensemble in der jetzige Post eingerahmt wird.

„Wir wünschen uns ein modernes Einkaufszentrum, aber ohne den Handel in der Innenstadt zu gefährden“, erläutert Beier. Vielmehr erhoffe man sich eine Magnetwirkung für die Innenstadt und deren Belebung. Durch die Erweiterung des Obi-Marktes auf rund 11 000 Quadratmeter könnten auch mehr Kunden aus der weiteren Umgebung angelockt werden, die bislang die großen Märkte anderswo aufsuchen, ist sich Geschäftsführer Dr. Marcus Lange sicher.

„Ich freue mich sehr über diese Lösung“, so Bürgermeister Thomas Fehling. Inwieweit die Pläne bau- und verkehrsrechtlich umsetzbar sind, wird sich nun noch zeigen müssen. Johannes van Horrick riet den Beteiligten als Fachbereichsleiter der Technischen Verwaltung mit einem Augenzwinkern: „Kommen Sie am besten gleich morgen vorbei.“

Noch keine konkreten Vorstellungen gibt es für die geplante Ladenzeile am Hubertusweg. Denkbar seien dort kleinere Dienstleistungs- oder Gastronomieangebote. „Wir wollen keinen verdrängen“, betonen die Planer und haben dabei auch die kleinen Händler auf dem Gelände im Blick.

Von Nadine Maaz

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