Die gemeinsame Adoptionsstelle der Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Fulda sowie der Stadt Fulda zieht Bilanz

Adoption: 51 Kinder fanden in der Region eine neue Familie

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Zogen eine erfolgreiche Bilanz der gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle: Uwe Brall (Fachdienstleitung Hersfeld-Rotenburg), Edith Jordan (Jugendamtsleitung Landkreis Fulda), Anette Kranz (Jugendamtsleitung Hersfeld-Rotenburg), Ines George (gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle),Stefan Mölleney (Jugendamtsleitung Stadt Fulda), Irmgard Plappert (Gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle) Elke Künholz (Erste Kreisbeigeordnete Landkreis Hersfeld-Rotenburg) (von links).

Hersfeld-Rotenburg/Fulda. 51 Kinder haben in den vergangenen neun Jahren in der Region neue Eltern gefunden. Darum kümmerte sich die gemeinsame Adoptionsstelle der Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Fulda sowie der Stadt Fulda, die jetzt eine Bilanz ihrer Arbeit zog.

568 Adoptionsverfahren haben Ines George und Irmgard Plappert, die beiden Mitarbeiterinnen der Adoptionsstelle, seit der Gründung begleitet, davon 161 aus dem Kreisgebiet. Dazu gehören auch Herkunftsanfragen oder Stiefkinderadoptionen, erläutert Ines George.

Die meisten Paare wollen am liebsten ein neugeborenes Baby adoptieren, ein Kind, das noch keine negativen Erlebnisse hatte. Solche Kinder gebe es aber kaum, sagt Ines George. Sie freut sich deshalb, dass immer mehr Menschen bereit sind, auch ältere Kinder, die zwischen einem und vier Jahre alt sind, zu adoptieren.

In den vergangenen Jahren wurden zudem verstärkt Eltern für Kinder mit besonderen Bedürfnissen gesucht. „Das sind beispielsweise Kinder, die Erkrankungen mitbringen oder mehrere Bindungsabbrüche erlebt haben oder die durch Alkohol- und Drogenkonsum der Mutter in der Schwangerschaft in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind“, verdeutlicht Irmgard Plappert. Um diese Eltern zu unterstützen, sei das Konzept zur Vorbereitung und Schulung der Adoptivbewerber erweitert worden.

Eine neue Entwicklung ist auch, dass zunehmend gleichgeschlechtliche Paare ein Kind adoptieren wollen, berichtet die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz. Hier gebe es oft erhöhten Beratungsbedarf.

Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Stiefeltern, die die Kinder ihrer Partner adoptieren wollen. „Wenn der leibliche Vater da etwas dagegen hat, kann sich das über Jahre hinziehen“, sagt Künholz. In den beiden Landkreisen wird jetzt über eine Erhöhung der Stundenzahl der beiden Mitarbeiterinnen nachgedacht. (zac)

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