Leitbild für die Bewerbung als EU-Leader-Region vorgestellt – Kreativität ist gefragt

Gemeinsam in die Zukunft

Sie präsentierten die Ergebnisse: Dr. Ulrich Gehrlein (links) und Projektleiterin Dipl.-Ing. Christiane Steil (rechts) vom Institut für Ländliche Strukturforschung mit Landrat Dr. Schmidt und Sigrid Wetterau, Regionalmanagerin für die Leader-Region Hersfeld-Rotenburg. Foto:nh

Hersfeld-Rotenburg. „Gemeinsam für eine positive Entwicklung“ – so lassen sich die Grundzüge des Leitbilds für die Region Hersfeld-Rotenburg zusammenfassen, das Verwaltung, Unternehmen, Vereine, Politik und Bürger im Zuge des Leader-Wettbewerbs erarbeitet haben. Schwerpunkte der Diskussion waren die vier bedeutenden regionalen Handlungsfelder: Regionale Wertschöpfung, Daseinsvorsorge, Bildung und Kultur sowie Landnutzung, Natur und Tourismus.

Bei der Präsentation der Workshop-Ergebnisse begrüßte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt etwa 70 Zuhörer. Dr. Ulrich Gehrlein vom beauftragten Planungsbüro, dem Institut für Ländliche Strukturforschung aus Frankfurt, stellte das Leitbild und die Entwicklungsziele bis 2020 für die Region Hersfeld-Rotenburg vor. Die zukünftige Entwicklung stellt unsere Region vor besondere Herausforderungen aufgrund des demographischen und strukturellen Wandels. Zurückgehende Bevölkerungszahlen und die schwierigen Haushaltslagen der Kommunen schränken das Handeln oftmals ein.

Attraktive Angebote

Da sind Kreativität, Zusammenarbeit von Kommunen, Unternehmen und Sozialpartner sowie bürgerliches Engagement gefragt, um ein vielfältiges und attraktives Angebot in den Dörfern und Städten aufrechtzuerhalten und zu entwickeln.

Dies gilt für den Aufbau von Hilfe-Netzwerken oder auch Fahr- und Bringdiensten für ältere Menschen sowie eine hinreichende Versorgung hilfebedürftiger Menschen in ihrer eigenen Wohnung. Dabei stehen das Miteinander und die Fürsorge für alle Generationen im Mittelpunkt.

Die Projektideen für die Region reichen von der Bewertung der Nahversorgungsstrukturen in der Region über ein Bürgercafé bis hin zur Zertifizierung als familienfreundliche Kommune und Region.

Besondere Priorität hat die Stärkung der kleinen und mittleren Unternehmen unserer Region sowie das Bekanntmachen unseres regionalen Produkt- und Dienstleistungsangebots. Projekte wie das „Ausbildungsnavi“ oder der „Local HeRo“-Tag sind Maßnahmen, um junge Menschen für eine Ausbildung in der Region zu halten und dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzutreten. Besonders wichtig für die zukünftige Entwicklung der Region ist auch der Klimaschutz durch Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz.

Weitere Schwerpunkte sind eine nachhaltige Landnutzung und die verträgliche Entwicklung des Tourismus in der Region. Im Bereich Bildung und Kultur wurden Schwerpunkte im Themenfeld der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, des lebenslangen Lernens und der Vernetzung der Kulturangebote gesetzt.

Entscheidung im November

In den nächsten Wochen wird das Regionale Entwicklungskonzept fertiggestellt und dem Land Hessen zur Bewertung übergeben. Mit einem Ergebnis und hoffentlich der Anerkennung als EU-Leader-Förderregion ist etwa Ende November zu rechnen. (red/kai) Infos und Kontakt: Regionalforum Hersfeld-Rotenburg, Sigrid Wetterau, Leinenweberstraße 1, 36251 Bad Hersfeld, www.regionalforum-hef-rof.de

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