DGB und VdK laden zu Kundgebung mit den Landesvorsitzenden am 19. November in die Stadthalle ein

Gemeinsam gegen Sozial-Abbau

Sozial-Abbau trifft auch und gerade Kinder. Auch darauf macht die Kundgebung am 19.November aufmerksam.

Bad Hersfeld. Der gemeinsame Appell der Vorsitzenden der hessisch-thüringischen Bezirke von VdK und DGB, Udo Schlitt und Stefan Körzell an die Bevölkerung lautet: „Der Sozialstaat ist ein Modell der Zukunft – nicht der Vergangenheit“.

Beide Vorsitzenden rufen zu einem Protest gegen die sozialpolitischen Pläne der Bundesregierung auf. Eine Protestkundgebung mit den beiden Vorsitzenden als Redner findet am Freitag, 19. November, ab 19 Uhr in der Stadthalle Bad Hersfeld statt.

Sozialstaat in Gefahr

Gesundheitsreform, Rente mit 67, Sparpaket – diesen Gesetzesvorhaben sehen sie mit größter Sorge entgegen. „Werden diese umgesetzt, dann ist unser Sozialstaat in ernster Gefahr“, sagt Stefan Körzell.

Die geplante Gesundheitsreform zum Beispiel werde das Ende der Solidarität in der gesetzlichen Krankenkasse bedeuten. Komme die Gesundheitsreform, dann werde das ein grundlegender Systemwechsel mit schwerwiegenden Folgen für die Versicherten. Gesundheit könnten sich dann nicht mehr alle leisten. Deutschland sei dann noch mehr in der Schieflage, befürchten auch die Vorsitzenden des VdK-Kreisverbandes Bad Hersfeld, Ellen Schütrumpf und Erwin Lippert.

Sozial spaltend werde sich die Rente mit 67 auswirken. „Sie bedeutet nichts anderes als eine weitere Rentenkürzung, die in Kürze zu Massen-Altersarmut führen wird“, warnt Schlitt. „Tausende von älteren Menschen in Hessen und Thüringen werden nicht genug Geld zum Leben und Essen haben. Das kann uns heute nicht kalt lassen“, bekräftigen Schlitt und Körzell.

Mit den Hartz IV-Beschlüssen und dem Sparpaket würden schließlich die Langzeitarbeitslosen und der Niedriglohnsektor auf Dauer vom Rest der Gesellschaft abgespaltet. Das sei ein Umbau des Sozialstaates, den beide nicht hinnehmen wollten. Zum Sozialstaat gehörten altersfeste Renten, das Recht auf bezahlbare Gesundheit und soziale Gerechtigkeit.

Steigende Mitgliederzahlen und eine Vielzahl von Beratungsgesprächen in allen Bereichen des Sozialrechts fordern die Kreisvorsitzende Ellen Schütrumpf und ihren Stellvertreter Erwin Lippert immer wieder aufs Neue heraus und zeigen ihnen, wie stark auch Menschen in unserer Region vom Sozialabbau betroffen sind. (red)

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