Bad Hersfeld, Neuenstein und Ludwigsau unterzeichnen Beratungsvertrag

Gemeinsam fürs Wasser

Unterschriften für sicheres, sauberes Trinkwasser: Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Bad Hersfelds Bürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fehling und Stadtwerke Geschäftsführer Peter Sobisch (vorne von links) mit den Bürgermeister der Partnergemeinden, Walter Glänzer (Neuenstein, hinten links) sowie Thomas Baumann (Ludwigsau). Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Wenn es um sauberes Trinkwasser geht, dann machen die Stadt Bad Hersfeld und die beiden Nachbargemeinden Neuenstein und Ludwigsau künftig gemeinsame Sache. Unterstützt werden sie dabei vom Regierungspräsidium in Kassel.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Peter Sobisch als Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Hersfeld GmbH sowie die beiden Bürgermeister Walter Glänzer (Neuenstein) und Thomas Baumann (Ludwigsau) unterzeichneten gestern einen Vertrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinien.

Konkret geht es dabei um ein Beratungs- und Maßnahmenmanagement zur Reduzierung von Stickstoffeinträgen und zur Erosionsminderung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Ziel ist es, die Nitratbelastung im Grundwasser zu verringern. Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Förderprogramm hat ein finanzielles Volumen von knapp 50 000 Euro.

Die Stadtwerke Bad Hersfeld knüpfen damit an die bisherige erfolgreiche Arbeit der Wasserschutzgebietskooperation an und erweitern die Beratungstätigkeit im Vertragsraum auf alle Gemarkungen der Stadt Bad Hersfeld sowie in interkommunaler Zusammenarbeit auf die Gemarkungen Friedlos, Gerterode, Mecklar, Tann, Rohrbach der Gemeinde Ludwigsau und die Gemarkungen Aua, Gittersdorf, Obergeis, Untergeis der Gemeinde Neuenstein. „Die Sicherung der Wasserversorgung ist eine Herausforderung und uns ein besonderes Anliegen“, erklärte Peter Sobisch.

Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist die stetige Verringerung der Belastungen des Grundwassers und der Oberflächengewässer bis zum Jahr 2015. Sinkende Nitratbelastungen der Flächen und die Verringerung der Phosphateinträge in die Gewässer sorgen für besseres Grundwasser und Oberflächenwasser. Das sichert die Lebensqualität. Die Beratungen sind für die Landwirte kostenlos.

Dr. Lübcke wies darauf hin, dass gutes Trinkwasser heute als Selbstverständlichkeit betrachtet werde. „Doch den Aufwand dafür sieht keiner,“ sagte er. Die Bürgermeister der beiden Partnergemeinden, Baumann und Glänzer, sahen in dem Vertragswerk eine „sinnvolle Ergänzung“ und unterstrichen die auch schon bisher gepflegte gute Zusammenarbeit der der Stadt Bad Hersfeld.

Von Karl Schönholtz

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