Branche im Aufwind: Region um Rotenburg eifert Hersfeld nach

Gemeinden wollen am Windrad drehen

Hersfeld-Rotenburg. Die Windkraft befindet sich im Aufwind: Neben dem Wald-Windpark auf dem Bad Hersfelder Wehneberg, den Alt-Bürgermeister Hartmut H. Boehmer und der Unternehmer Ingo Sauer planen, sollen auch im Raum Bebra, Rotenburg und Alheim (Zubra) künftig neue Windmühlen für erneuerbare Energie aus der Region sorgen.

Der Bebraer Bürgermeister Horst Groß bestätigte, dass einige Flurstückeigentümer in Asmushausen bereits Vorverträge mit der Firma Reon abgeschlossen hätten. Diese plane einen Windpark mit sieben Windmühlen im Bereich Asmushausen/Schwarzenhasel.

Die drei Bürgermeister der Zubra erklärten, zurzeit würden die Flächennutzungspläne in allen drei Kommunen entsprechend der neu vorliegenden Windkarte angepasst. Wo sich künftig Windräder drehen werden, steht laut Bürgermeister Manfred Fehr noch nicht fest. Mögliche Standorte liegen entlang der Franzosenstraße, einem Höhenweg, der von Bebra Richtung Dankeröder Höhe verläuft. Diskutiert werde unter anderem ein Genossenschaftsmodell.

Auch Bürgermeister Georg Lüdtke (Alheim) betonte, die Wertschöpfung solle in der Region bleiben, Gewinne auch den Kommunen zugute kommen. Es sollten jetzt Fachleute eingebunden werden, um eine hohe Bürgerbeteiligung zu erreichen, erklärte Horst Groß.

Laut Auskunft von Kreis-Pressesprecher Michael Adam gab es 2009 im Landkreis 23 Windanlagen mit einer Jahresleistung von über 35 Mio. kWh, das ist Strom für etwa 10 000 Haushalte.

Als Ergebnis des Hessischen Energiegipfels sollen zwei Prozent der Flächen in Hessen für die Windenergie ausgewiesen werden. Wo diese liegen könnten, geht aus der vom TÜV Süd erstellten Windressourcenkarte hervor, die Anfang Dezember vom Hessischen Umweltministerium vorgestellt wurde. SEITE 2 ZUM TAGE

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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