Bund will Akzeptanz für 380-kV-Leitung erhöhen

Gemeinden winkt Geld für Stromtrasse

Hersfeld-Rotenburg. Gemeinden an der geplanten Höchstspannungsleitung zwischen Wahle und Mecklar erhalten möglicherweise einen finanziellen Ausgleich. Das Bundesumweltministerium überlegt, die von der 380-kV-Leitung betroffenen Kommunen zu unterstützen. Im Gespräch sind bis zu 40 000 Euro pro Kilometer Stromleitung.

Eine Zahlung, die jedoch nicht nur der Ludwigsauer Bürgermeister Thomas Baumann auf Anfrage als unzureichend ansieht. „Mit der Trasse wird jahrzehntelang eine Menge Geld verdient. Und wir wollen mit einer geringen Einmalzahlung abgespeist werden?“, sagt er. Außerdem mache Geld die Trasse nicht unproblematischer und bringe betroffenen Anwohnern wenig. In dieses Horn stößt auch Rotenburgs Bürgermeister Manfred Fehr (SPD): Er fordert weiterhin Stromleitungen, die Siedlungsnähe vermeiden. Der Mensch müsse an erster Stelle geschützt werden.

Als „Köder“ bezeichnet der Alheimer Bürgermeister Georg Lüdtke die angedachten Zahlungen. „Es ist nicht einfach nur viel zu wenig Geld, um die Nachteile auszugleichen“, sagt er. Ihm liegt vor allem daran, dass die Gemeinde bei den weiteren Trassenplanungen ein gewichtiges Wort mitreden können müsse.

Von der geplanten Zahlung erhofft sich das Bundesumweltministerium mehr Akzeptanz für das umstrittene Trassenprojekt. (rpp/ows) zum tage

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