Bund der Steuerzahler spricht von drastischen Belastungen

14 Gemeinden drehen an der Steuerschraube

Hersfeld-Rotenburg. Vierzehn der 20 Städte und Gemeinden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben im laufenden Jahr mindestens eine kommunale Steuer angehoben. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin, der die Steuerpolitik der Städte und Gemeinden im Landkreis ausgewertet hat.

Mit der Pferdesteuer und der Bettensteuer wurden in der Schutzschirmkommune Kirchheim zwei neue kommunale Abgaben eingeführt. In Neuenstein kam die in fast allen Gemeinden des Kreises übliche Kampfhundesteuer hinzu. Insgesamt 12 Kommunen haben in diesem Jahr die Gewerbesteuerhebesätze erhöht. Die größten Sprünge machten die Hebesätze in den Schutzschirmkommunen Ronshausen (plus 90 Punkte), Nentershausen (plus 80 Punkte) und Cornberg (plus 70 Punkte). Der Kreisdurchschnittswert stieg um 28 Punkte auf 360 Prozent an.

Die höchsten Gewerbesteuersätze im Kreis haben Ronshausen (420 Prozent), Nentershausen (400 Prozent) und Bad Hersfeld (385 Prozent). Am niedrigsten liegt der Satz mit 310 Prozent in Haunetal und Ludwigsau. Ebenfalls von 12 Kommunen erhöht wurde der Hebesatz für die Grundsteuer B. Spitzenreiter ist hier ebenfalls Ronshausen mit 650 Prozent (plus 270 Punkte), Auch in Rotenburg (plus 260), Cornberg und Hohenroda (jeweils plus 210 Punkte), Kirchheim (plus 205 Punkte), Nentershausen (plus 190 Punkte) und Ludwigsau (plus 115 Punkte) spricht der Steuerzahlerbund von einer drastischen Erhöhung. Das wirkt sich auch auf den Durchschnittswert des Landkreises aus, der um 82 Punkte auf 384 Prozent stieg. In Breitenbach, Cornberg, Kirchheim, Nentershausen, Neuenstein, Ronshausen, Rotenburg und Wildeck müssen Hundebesitzer für ihre Tiere mehr Steuern zahlen. Spitzenreiter ist Kirchheim, wo die Abgabe für den Ersthund um 18 auf 54 Euro stieg. Zum Tage, Hintergrund, SEITE 2

Von Jan-Christoph Eisenberg

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