Schulen gut gerüstet für die Doppeljahrgänge – in Sontra starten 90 in Klasse 11

Gelerntes noch mehr festigen

Friedhelm Großkurth

Hersfeld-Rotenburg. Die Schüler der künftigen Jahrgangsstufe 11 – auch E1 genannt, was für 1. Halbjahr Einführungsphase steht, betreten zumindest an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule (JGS) Neuland: Sie sind eine gemischte Truppe aus heutigen Zehnt- und Neuntklässlern.

„Bestürzende Unterschiede“ konnten die Lehrkräfte zwischen den beiden Jahrgängen offenbar nicht ausmachen, erklärte Schulleiter Friedhelm Großkurth. Die Schüler hätten Klassenarbeiten mit identischen Aufgaben geschrieben. Der einzige Unterschied sei gewesen, dass die heutigen Zehntklässler mehr an Text geschrieben hätten als die Neuntklässler. Weil der Rahmenplan der verkürzten Mittelstufe eine Straffung des Unterrichtsstoffes vorgibt, hätten die G 8er systembedingt weniger Gelegenheit für Übungen und Wiederholungen gehabt. Das will die JGS durch eine verstärkte Kompensationsphase schulintern ausgleichen, indem sie den neuen Oberstufenschülern zu den bisher üblichen noch weitere Wiederholungs- und Übungskurse anbietet.

Vom Personal her sei die Schule auf die Doppeljahrgänge gut vorbereitet, sagte Großkurth. Es gebe viele junge neue Kräfte an der JGS.

Die Werratalschule in Heringen war die erste Schule im Kreis, die die verkürzte Mittelstufe eingeführt hatte. Sie feiert aber eine andere Premiere: In diesem Jahr werden fünf Schüler verabschiedet, die nicht nur ihr Abitur in der Tasche haben, sondern auch eine Ausbildung als chemisch-technische Assistenten, berichtet der stellvertretende Schulleiter Gerhard Ferenszkiewicz.

Fünf mit Berufsausbildung

2007 wurde das Kooperationsmodell mit Kali+Salz begonnen: Schüler mit Leistungkursen Chemie oder Biologie erhielten zusätzlich Unterricht in Labortechnik. Nach dem Abitur sind sie noch ein Jahr zusätzlich ausgebildet worden und haben nun auch eine fundierte Berufsausbildung. Für die neue Klasse 11 liegen der Schule 17 Anmeldungen von Jugendlichen vor, die diesen Weg ebenfalls gehen wollen.

In Sontra startet buchstäblich ein Doppeljahrgang in die Klasse 11: Knapp 90 Jugendliche haben sich an der Adam-von-Trott-Schule dazu angemeldet, berichtete Schulleiterin Susanne Hermann-Borchert. Zuvor gab es an der Schule durchschnittlich 40 neue Oberstufenschüler in der Einführungsphase.

Von den Räumlichkeiten und der Anzahl der Lehrkräfte sei man für den Doppeljahrgang gut gerüstet, erwartet man doch Ersatz für die Kollegen, die in den Ruhestand gehen, erklärte Hermann-Borchert.

Von Silke Schäfer-Marg

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