Heiderich (CDU) führt Abgeordnetengruppe – Ausgleichsfonds soll helfen

Geld für Kasernen sichern

Hat keine Zukunft mehr: Die Alheimer-Kaserne in Rotenburg soll nach dem Willen des Bundesverteidigungsministers komplett aufgeben werden. Was aus der 300 Hektar großen Bundeswehr-Liegenschaft künftig werden soll, ist noch unklar. Archivfoto: Auel

Hersfeld-Rotenburg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich ist Vorsitzender einer 30-köpfigen Abgeordnetengruppe, die sich für die Umwandlung der von Schließung betroffenen Bundeswehrstandorte stark machen will. Die Gruppe „Standortzukunft“ wurde auf Heiderichs Initiative gegründet. „Wir nehmen nun für alle Gemeinden den Kampf auf“, sagte Heiderich gestern bei einem Presssegespräch.

Einige 100 Millionen Euro

Ziel sei es, Geld für die Umwandlung zu sichern. Dazu solle laut Heiderich ein Fonds gebildet werden, in den die Einnahmen der Vermarktung von attraktiven, zum Beispiel städtischen Standorten fließen sollen, um daraus schwieriger zu vermarktende Kasernengelände, wie etwa in Rotenburg finanziell zu unterstützen. Ein mögliches Hilfspaket müsse „einige 100 Millionen Euro“ umfassen. Der ganze Konversions-Prozess werde sich aber sicher über Jahre hinziehen.

Heiderich erklärte, er habe bereits diverse Gespräche mit verschiedenen Ministerien geführt. Außerdem hat er Kontakt zur renommierten Beratungsfirma Ernst&Young aufgenommen, die ein Gutachten zur Zukunftsentwicklung der Standorte erstellen sollen. Heiderich meint, das Gelände der Alheimer-Kaseren biete sich als Standort für Schulungs- oder Erholungseinrichtungen an. Gleichzeitig verteidigte sich der CDU-Politiker gegen den Vorwurf, er habe sich zu wenig für Rotenburg eingesetzt. „Der Einsatz könnte nicht größer sein, Rotenburg hat es nicht an Fürsprache, sondern an Vorteilen gefehlt.“ Er kündigte an, bei der heutigen Kreistags-Sondersitzung Näheres zu den vermeintlich falschen Zahlen zu sagen, mit denen das Verteidigungsministerium bei der Standortbewertung gearbeitet haben soll.

Von Kai A. Struthoff

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