250 Dinge, die wir an der Region mögen (30): Panoramapfad am Hühnerberg bei Mecklar

Geheimtipp für Wanderer

Einen herrlichen Ausblick genießt der Wanderer von der kleinen Schutzhütte auf halbem Weg. Rechts ist Reilos zu sehen, links Friedlos und der Giegenberg. Fotos: Gerhard Manns

Mecklar. Entlang des Panoramapfades, der am Soldatengrab an der Fulda beginnt und sich bis nach Mecklar erstreckt, steht auf etwa halbem Weg eine kleine Schutzhütte mit einer Bank zum Verweilen und Rasten. Bei schönem Wetter kann man von dort eine herrliche Aussicht bis ins Rohrbach- und Fuldatal genießen.

Von Mecklar aus kann man den Pfad entlang des Weges zum ehemaligen Fernsehumsetzer aus erreichen. Er ist für Ortsfremde ausgeschildert. Von Friedlos aus wandert man die Zufahrtstraße zur Mülldeponie bis zur sogenannten „Drehscheibe“ und von da an ist der Weg ausgeschildert.

Der Pfad wurde in den vergangenen Jahren vom „Verein der Naturfreunde Mecklar“ gepflegt. Leider hat sich der Verein wegen Mitgliederschwunds und Überalterung aufgelöst, so dass für längere Zeit keine Instandhaltungsmaßnahmen stattfanden. An vielen Stellen versperrten heruntergefallene Äste und umgefallene Bäume den Weg und der Pfad wucherte teilweise zu.

Reinhold Kersch aus Mecklar konnte den Verfall nicht mehr länger mit ansehen und ist seit einiger Zeit dabei und pflegt diesen historischen Trampelpfad. Er hält auch die zwei kleinen Schutzhütten und Ruhebänke in Schuss, und das alles ehrenamtlich. „Bevor dieser schöne Wanderpfad ganz verkommt und zuwächst, die Bänke und Schutzhütten verfallen, mach ich mich halt an die Arbeit und sorge dafür, dass der Pfad in seinem ursprünglichen Zustand erhalten bleibt“, sagte Reinhold Kersch auf Anfrage der HZ. Demnächst wird er wieder auf Tour sein und das Dach der kleinen Schutzhütte auf der Anhöhe erneuern.

An das Soldatengrab erinnern heute ein Steinkreuz und eine Tafel mit Inschrift. Die sterblichen Überreste des gefallenen Soldaten wurden später umgebettet und auf dem Friedhof in Bad Hersfeld bestattet.

Von Gerhard Manns

Kommentare