Arbeiten an der Westmauer der Burg Herzberg sollen Ende April beginnen

Gegen den Zahn der Zeit

Besuch auf dem Herzberg: Burghauptmann Jürgen von Dörnberg (rechts) zeigt (von links) Architekt Jochen Weppler, Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser und Helmut Heiderich den kürzlich sanierten Rittersaal. Foto: Eisenberg

Breitenbach/H. Ende April sollen auf der Burg Herzberg wieder die Bauarbeiter anrücken. Dann ist das Risiko für Nachtfröste relativ gering. Denn die würde der spezielle Mörtel, der das historische Mauerwerk künftig zusammenhalten soll, vor dem Aushärten nicht vertragen.

Mit 50 000 Euro beteiligt sich das Land Hessen an der geplanten Sanierung der Westmauer. Weitere 40 000 Euro steuert die Bundesrepublik Deutschland aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm bei. 10 000 Euro muss die Freiherr von Dörnberg´sche Stiftung aus Eigenmitteln aufbringen. Burghauptmann Jürgen von Dörnberg und Architekt Jochen Weppler aus Alsfeld gaben Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich, der sich für die Aufnahme in die Förderliste des Bundes eingesetzt hatte, einen Überblick. So seien in den vergangenen Jahren 1,2 Millionen Euro in die Erhaltung investiert worden. Die von Heinrich von Romrod Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Burg befindet sich seit 1477 ununterbrochen im Besitz der Freiherren von Dörnberg. Nicht nur der Zahn der Zeit habe an den Mauern genagt, auch Sanierungsfehler aus den 60er und 70er Jahren hätten ihm zugesetzt.

Weiteren Investitionsbedarf gibt es nicht nur an dem Gemäuer selbst. Etwa 50 000 Euro muss die Familienstiftung für den Bau eines Kleinklärwerkes aufbringen, um aktuelle Richtlinien zu erfüllen. Bisher ist die Burg mit ihrer Gastronomie nicht an die Kanalisation angeschlossen.

Außerdem bat Jürgen von Dörnberg den Bundestagsabgeordneten um Unterstützung bei der Aufnahme in Förderprogramme für die Zufahrt zur Burg. Der von Schlaglöchern übersäte Weg, über den die Besucher das Ausflugsziel erreichen, bedürfe dringend einer grundhaften Erneuerung. Das könne die Stiftung ohne Unterstützung nicht leisten.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Kommentare