Bad Hersfelder Stadtparlament beschließt Verkauf des DGH Allmershausen

Gegen „Verschleuderung“

Bad Hersfeld. Hohe Betriebskosten und eine schwache Auslastung, das war das schlagende Argument für einen Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses von Allmershausen. Doch als es so weit war und sich ein Interessent gefunden hatte, da taten sich die Bad Hersfelder Stadtparlamentarier schwer.

80 000 Euro Erlös für eine Immobilie, in die zuletzt noch 75 000 Euro hineingesteckt worden waren und dazu ein über 2400 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem noch ein zweites Haus Platz hätte, das bezeichnete NBL-Fraktionschef Michael Bock als „Verschleuderung“.

Erst als Bürgermeister Thomas Fehling das zuvor vergebliche Bemühen schilderte, das Gebäude loszuwerden, machte sich Kompromissbereitschaft breit.

Allerdings ergänzten die Stadtverordneten die Vorlage um einen Passus, der einen Teilverkauf des Grundstücks im Sinne eines Spekulationsverbots für die nächsten zehn Jahre ausschließt.

Nicht beschließen konnten die Stadtpolitiker, dass die Einnahmen aus diesem Verkauf wieder im Stadtteil investiert werden. Das hatte der Bürgermeister versprochen, rechtlich ist das allerdings nicht zulässig.

Schützenhaus herrichten

„Ich stehe zu dieser Verabredung“, sagte Fehling, verwies jedoch auf die Zuständigkeit der Stadtverordneten. Die müssen nun im Haushalt 2016 dafür sorgen, dass das Schützenhaus von Allmershausen so hergerichtet wird, dass es als Vereinstreffpunkt und damit als Ersatz für das Gemeinschaftshaus dienen kann.

Weniger Besucher

Mehr Einnahmen hatte sich die Stadt auch erhofft, als sie Eintrittsgeld für den Besuch des Museums im Stift erhob. Bewirkt wurde allerdings nichts Positives: Die Zahl der Besucher ist drastisch gesunken, auch in der Spendentruhe des Förderkreises Museum herrscht seitdem Ebbe. Hans-Heinrich Jäger (FDP) schilderte eindrücklich, was der Verein bisher schon auf die Beine gestellt hat und was nun nicht mehr möglich ist.

Auf Antrag der NBL wird der Museumsbesuch wieder bei freiem Eintritt möglich sein, im Einzelfall muss für den Besuch von Ausstellungen bezahlt werden. Kurz notiert

Von Karl Schönholtz

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