Massivbebauung gefährdet Ensembleschutz im Stiftsbezirk

SPD gegen Pläne für Stresemannallee

Bad Hersfeld. Der SPD-Ortsverein Bad Hersfeld-Mitte hat sich gegen den vorliegenden Bebauungsplan für die Stresemannallee ausgesprochen.

Dort sollen bekanntlich zwei neue Häuser mit Wohnungen entstehen, wogegen Anwohner bereits protestiert haben (HZ berichtete).

Mitglieder des SPD-Ortsvereins haben sich jetzt vor Ort über das Bauvorhaben informiert und mit betroffenen Anwohnern gesprochen. Anhand der Pläne sei deutlich geworden, welche Ausmaße die Gebäude bei der jetzigen Planung hätten.

So sei die Bebauung der Fläche und die Geschosshöhe erheblich größer als bei allen Nachbargebäuden. Diese Maße würden bis zu 50Prozent überschritten, heißt es in einer Mitteilung der Partei.

Die SPD-Stadtverordneten Klaus Barthel Dr. Thomas Handke sicherten den Anwohnern zu, dass sie dem vorliegenden Bebauungsplan in dieser Form nicht zustimmen werden. „Die Anwohner werden durch die Massivbebauung soweit beeinträchtigt, dass dies aus Verantwortung der Stadt gegenüber den betroffenen Bürgern nicht vertretbar ist“, erklärte Handke.

Darüber hinaus würde der Ensembleschutz des Kurviertels, insbesondere an der Schnittstelle zum Stiftsbezirk nicht gewahrt. Es gehe nicht darum, grundsätzlich ein Bauprojekt zu verhindern, sondern einen gerechten Ausgleich zwischen Denkmalschutz, Anwohnern und Investoren zu finden. (red/kai)

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