Gefahrenstelle entschärft

Nach schwerem Busunglück auf der A4: Leitplanke erneuert

Neue Leitplanke: Gestern Mittag waren die Arbeiten an der Unfallstelle des Busunglücks beendet. Foto:  ks

Bad Hersfeld. Nach dem schweren Busunglück auf der A4, bei dem am Dienstag vier Menschen starben und 40 verletzt wurden, ist gestern unter Hochdruck die zerstörte Leitplanke erneuert worden.

Damit wurde die Gefahrenstelle des lediglich durch Warnbaken gesicherten Abhangs wieder entschärft.

Wie Peter Wöbbeking, der für Osthessen zuständige Regionalbevollmächtigte von Hessen Mobil, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, wurde das Schutzgeländer in den gleichen Zustand gebracht wie vor dem Unfall.

„Das sind bundesweit übliche Standards“, erklärte Wöbbeking. Die nach dem Unfall aufgekommene Diskussion, ob hier eine höhere Leitplanke erforderlich sei, müsse auf höherer Ebene geführt werden.

Die derzeitige Einrichtung sei durchaus dafür gedacht, bei einem Anprall in stumpfem Winkel auch größere Fahrzeuge auszuhalten, sagte Wöbbeking. Zunächst seien jedoch die besonderen Umstände dieses Unfalls auszuwerten.

Der verunglückte Reisebus soll ebenfalls durch einen Gutachter untersucht werden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Fulda. Das Fahrzeug ist bei einem Abschleppunternehmen abgestellt. Routinemäßig sei auch dem mutmaßlichen Unfallverursacher eine Blutprobe entnommen worden, sie werde auf Spuren von Alkohol und Drogen untersucht. Das Ergebnis liege noch nicht vor. Der 49-jährige Autofahrer aus Landau war bei dem Unfall leicht verletzt worden.

Der Reisebus aus Rheinland-Pfalz, der sich auf einer Silvesterfahrt nach Leipzig befand, war am Dienstag gegen 10.30 Uhr auf der A 4 kurz vor der Asbachtalbrücke mit einem schlingernden Auto zusammengestoßen und etwa 50 Meter eine Böschung hinuntergestürzt.

Die meisten der verletzten Businsassen sind mittlerweile nach Hause

zurückgekehrt. 13 Schwerverletzte liegen noch im Krankenhaus, teilweise werden sie auf der Intensivstation behandelt.

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