Gewerkschafter und SPD-Politiker aus Bad Hersfeld starb 1939 im KZ Sachsenhausen

Gedenken an Michael Schnabrich

Bad Hersfeld. Gewerkschafter des DGB-Hessen-Thüringen haben jetzt am Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus an der Stadtmauer von Bad Hersfeld einen Kranz niedergelegt und der Opfer gedacht.

Die Gewerkschafter erinnerten sich dabei vor allem auch an das Schicksal des Gewerkschafters Michael Schnabrich aus Bad Hersfeld. Er starb am 9. Oktober 1939 im Konzentrationslager Sachsenhausen an den Folgen der Misshandlungen durch den Aufseher Karl Schubert.

Schnabrich war Schuhmacher von Beruf und wurde 1906 hauptamtlicher Sekretär der Schuhmachergewerkschaft in Wermelskirchen. 1911 wurde er Kandidat der SPD im Wahlkreis Hersfeld.

Er kandidierte gegen den Antisemiten Ludwig Werner. Von 1913 bis 1919 war Schnabrich Parteisekretär der SPD in Hanau.

1919 kehrte er nach Bad Hersfeld zurück und wurde erster Sekretär des ADGB und später Stadtverordneter und Kreistagsabgeordneter. 1924 zog er in den Reichstag ein, dem er bis 1933 angehörte.

Nach dem Beginn des Krieges am 1. September 1939 wurde Michael Schnabrich verhaftet und nach Sachsenhausen deportiert, wo er starb. (red/zac)

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