Hersfelder Stadtverordnete versuchen sich an „mächtiger Aufgabenstellung“

Gedankenspiele zum Parken

Bad Hersfeld. Als die Stadtverordnete Antje Fey-Spengler für die Fraktion von SPD, Grünen und FWG einen Antrag zum Parken im erweiterten Innenstadtbereich von Bad Hersfeld vortrug, rannte sie im Prinzip offene Türen ein. Denn wie die Parkplatzsuche rund um die Stadthalle in den Griff zu bekommen ist oder auch im Bereich Vitalisstraße hinter der Arbeitsagentur, und wo Bahn- oder andere Pendler ihre Fahrzeuge stadtnah abstellen können – das sind nur einige der Fragen, auf die Antworten gesucht werden. Nicht zuletzt deshalb war die Verkehrssituation im Kurviertel jüngst auch im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt besprochen worden.

Kräfte gebunden

Bürgermeister Thomas Fehling sprach dennoch gegen diese „sehr mächtige Aufgabenstellung“. Weil das gewünschte Gesamtkonzept, das die Verwaltung möglichst noch rechtzeitig vor der Aufstellung des Haushalts 2014 vorlegen sollte, Arbeitskräfte in allen Fachbereichen binde, verlangte Fehling zu wissen, von welchen Aufgaben man im Gegenzug entlastet würde.

Das Thema selbst sei in der Verwaltung allerdings längst Gegenstand von Gedankenspielen, teilte Fehling mit. So sei man beispielsweise im Gespräch mit der Deutschen Bahn, um auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofes zwischen Busbahnhof und Hochbrücke weitere Park & Ride-Plätze einzurichten.

Auch das leidige Parkleitsystem harrt noch einer Entscheidung: Derzeit wird nach einer Lösung für die fehlerhafte Funkverbindung zwischen Anzeigen und Zentralrechner gesucht.

Gemeinsames Vorgehen

Die Parlamentarier folgten schließlich einmütig dem Vorschlag von Gunter Grimm (CDU), das Thema in den Ausschuss zu überweisen, um sich dort über eine zielgerichtete Vorgehensweise zu verständigen.

Von Karl Schönholtz

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