Geblitzte Luftnummern: Geschwindigkeitsüberwachung in Asbach bringt zunächst kein Geld

Bad Hersfeld. Die geplante Geschindigkeitsüberwachung „Section Control“ auf der Bundesstraße 62 im Bad Hersfelder Stadtteil Asbach bringt zunächst keine Einnahmen für den städtischen Haushalt.

Diese Erkenntnis nahmen die etwa 40 Zuhörer der Bürgerinformationsveranstaltung mit nach Hause, die sich am Dienstagabend im Anbau der Mehrzweckhalle das hochmoderne System der Wiesbadener Firma „Vitronic“ erklären ließen (unsere Zeitung berichtete mehrfach). Denn die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Einrichtung von „Section Control“ ist ein Pilotprojekt, mit dem auch dateschutzrechtliche Fragen beantwortet werden sollen. Bis dahin wird in Asbach zwar geblitzt, doch „Knöllchen“ gibt es nicht – eine Luftnummer also.

Die Fragen der Asbacher betrafen insbesondere den Datenschutz. Ein Vertreter von „Vitronic“ erklärte, dass die Registrierung aller Verkehrsteilnehmer am Ortseingang verschlüsselt an eine zweite Messstelle am Ortsende übermittelt würde. Dabei erfolge auch der Zeitabgleich, mit dem ein eventueller Verstoß gegen das Tempolimit von 50 km/h festgestellt werden kann. Ist das der Fall, kommt von einer weiteren Säule der übliche Fotoblitz und später – vorausgesetzt das Pilotprojekt ist erfolgreich – sicher auch ein Strafmandat.

Liegt aber kein Verstoß vor, wird der Daten-Code innerhalb kürzester Zeit gelöscht. Das gilt auch für Fahrzeuge, die die B62 über Nebenstraßen oder Richtung Kohlhausen verlassen. Auch wer durch einen Stopp im Ort aus dem zeitlichen Raster fällt, muss nicht befürchten, dass seine Daten gespeichert werden.

Auch ohne „Knöllchen“ verspricht sich die Stadt von „Section Control“ einen positiven Effekt, was Tempo und Lärmschutz angeht.

Als in einigen wenigen Redebeiträgen versucht wurde, den Bürgermeisterwahlkampf anzuheizen, protestierte die Mehrheit der Versammlung und die Gemüter beruhigten sich wieder.

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