GBO-Bigband-Konzert mit Maaike Schuurmans – Dank an Leiter Helgo Hahn

Über den Regenbogen

Die GBO-Oldtimer-Bigband hier mit Alt-Saxophonist Matthias Laufer-Klitsch begeisterte die rund 400 Zuhörer am Obersberg. Fotos: Apel

BAD HERSFELD. Konrad Duden hätte seine Freude am Bigband- Ereignis des Jahres und an Maaike Schuurmans gehabt. Denn schon zu seiner Direktorenzeit gab es eine „Marschkapelle“, die die Gymnasiasten der Hersfelder Klosterschule zu Turnfesten begleitete und die auch schon mal um vier Uhr morgens spielend durch die Stadt zog.

Seit nunmehr 30 Jahren hat Helgo Hahn das vor allem von Dr. Charly Brencher geprägte „Gymnasialblasorchester“ (GBO) unter seinen Fittichen. Grund genug für ein großes Konzert sowohl der Schüler- als auch der Oldtimer-Bigband und für ein großes Dankeschön der Musiker an ihren Bandleader.

Jung und junggeblieben

Energiebündel: Maaike Schuurmans in Aktion.

All das fiel am Samstagabend im mit gut 400 Zuhörern gefüllten Audimax des Schulcampus’ Obersberg gewaltig aus. Kein Wunder, denn wenn musikbegeisterte, talentierte, junge Schüler auf jung gebliebene Oldtimer treffen und um die Gunst des Publikums buhlen, und wenn dann noch ein Festspielstar wie Maaike Schuurmans dem Ganzen die Krone aufsetzt, dann „fliegt“ man einfach „über den Regenbogen“. Mit „Gonna Fly Now“, der Titelmelodie aus den Rocky-Filmen, startete die „junge“ Bigband. Sehr schnell brandete erster Beifall auf, der sich natürlich noch steigerte, als die Nachwuchsmusiker das anspruchsvolle Stück „Chica de Espana“, mit dem sie beim Schüler-Bigband-Wettbewerb des Hessischen Rundfunks den zweiten Platz belegt hatten, in Szene setzten.

Es folgten die GBO-Swing- Hymne „All of Me“, der neu interpretierte Eric-Clapton-Song „Tears in Heaven“, der „Soul Bossa Nova“ von Quincy Jones und der „Satin Doll“ von Duke Ellington. „Chameleon“, ein modernes Big-Band-Jazz-Stück von Herbie Hancock, war so etwas wie das erste Finale.

Mit lichteren Haaren, aber vollem Sound glänzten dann Helgo Hahns „Jungs“ und sein „Mädel“ Friederike von der GBO-Oldtimer-Bigband. Man spürte es bei jedem Stück, was für eine eingeschworene, zum Teil über ganz Deutschland verstreute Gemeinschaft sich da immer wieder trifft, um alte Stücke zu bewahren und neue zu lernen. Beispielsweise das neu arrangierte „Cantaloupe Island“ von Herbie Hancock, das beim Obersberg-Meeting von Jung und „Alt“ Premiere feierte. Alt-Saxophonist Matthias Laufer- Klitsch brachte es auf den Punkt: „Helgo Hahn ist es auf beispiellose Weise gelungen, unsere Band weiterzuentwickeln. Wir genießen es, unter seiner Leitung zu spielen.“

Entsprechend erging es dem Publikum, das dann noch das große Vergnügen hatte, die Festspiel-Sängerin und Schauspielerin Maaike Schuurmans als „Special-Guest“ des Abends zu erleben. Ganz anders als es der Titel ihres wunderbaren Songs „It’s oh, so Quiet“ vermuten ließ, dauerte es nicht lange, bis sie so richtig losröhrte, um dann ihr Publikum in unglaublichen Höhen zu begeistern. Weitere Höhepunkte waren George Gershwins „Summertime“, „Fly me to the Moon“ und ihr speziell für Helgo Hahn gesungenes und von ihm am Klavier begleitetes „Over the Rainbow“.

Bilder vom Konzertabend

GBO trifft Oldtimer: Konzert mit Maaike Schuurmans

Zum Schluss zog die GBOOldtimer- Bigband mit „Flight oft he Foo Birds“ und „Fantasy“ von Earth, Wind and Fire dann noch einmal alle Register, ehe sie mit „Kicks“ als Zugabe dem musikalischen Abend das I-Tüpfelchen aufsetzten.

Von Wilfried Apel

Musikalisches Dankeschön

Seit nunmehr 30 Jahren leitet Helgo Hahn inzwischen die GBO-Bigband. Es war also an der Zeit nicht für ein paar Blumen, sondern auch für ein großes, gemeinsames Konzert der jungen und der schon etwas älteren GBO-Musiker. Im Audimax des Schulzentrums am Obersberg traten am Samstagabend die GBO-Bigband und die Oldtimer- Bigband auf. Als besonderer Gast war außerdem Musical- Star Maaike Schuurmans dabei, die vielen Bad Hersfeldern von den Festspielen bekannt sein dürfte. Swing und Jazz bekamen die gut 400 Zuhörer geboten, sowohl Altes als auch Neues – ein musikalisches Dankeschön an Helgo Hahn. (apl/nm)

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