Dauerausstellung im Bad Hersfelder Museum eröffnet – Gute Zusammenarbeit

Das ganze Jahr Festspiele

Angekommen: Die Festspiel-Ausstellung hat jetzt ihren Platz im Museum gefunden. Unser Foto zeigt (von links) Helgo Hahn, den Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine, Bürgermeister Thomas Fehling mit Ehefrau Gabriele Schäfer und Festspielintendant Dieter Wedel. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Ab sofort sind die Bad Hersfelder Festspiele das ganze Jahr über in der Stadt präsent: Die Dauerausstellung „Die große Faszination – Bad Hersfelder Festspiele seit 1951“ im städtischen Museum wurde am Montag Abend eröffnet.

Zuvor war die Festspielgeschichte als Sonderausstellung im Mitmach-Museum „wortreich“ im Schilde-Park zu sehen. Initiator des Projektes ist die Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine, die ein erstes Ausstellungskonzept finanzierte. Die Umsetzung wurde jedoch erst durch eine Spende der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg möglich. Konzeption, Gestaltung und Realisierung lagen in den Händen der Diplom-Designerin Heike Volkert und des Kulturwissenschaftlers Eckart Büxel. Helgo Hahn, Vorsitzender Ruinenfreunde, bezeichnete das Projekt denn auch als gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von Verein, Geldgeber und Kommune.

Wohl aber ein Freund

Festspielintendant Dieter Wedel räumte in seinem Grußwort zwar ein, noch kein Mitglied der Gesellschaft, wohl aber ein Freund der Festspiele und der Stiftsruine zu sein. Wedel nutzte die Gelegenheit einmal mehr, um eindringlich für die Qualität des Festivals zu werben: Jeder Besucher gebe auch Lebenszeit, so dass man ihm etwas Besonderes bieten müsse. Wedel bat besonders im schwierigen ersten Jahr um Unterstützung, danach seien auch wieder „Querschüsse“ erlaubt.

Licht und Schatten

Danach ging es in den geschickt abgetrennten Ausstellungsraum, in dem ein Spiel aus Licht und Schatten zwischen romanischen Bögen, Bretterboden und Sternenhimmel eine eigene Atmosphäre erzeugt. Auf der Innenseite der Bögen wird die Festspielgeschichte thematisch gegliedert aufgerollt.

Neben einer Vielzahl von Theaterfotografien sind in der Ausstellung auch Requisiten und Kostüme, Plakate und andere Werbematerialien sowie eine animierte Rekonstruktion der Stiftsruine, die Festspielfanfare und eine Bilderschau mit Fotos aus über sechs Festspiel-Jahrzehnten zu entdecken.

Die Eröffnung umrahmten Hego Hahn am Klavier und Andreas Winter mit dem Saxophon musikalisch. Obersberg-Schüler hatten die Gäste eingangs mit Shakespeare-Texten empfangen.

Von Karl Schönholtz

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