Dankesreden beim Kommers

Das ganze Dorf geputzt: 650-Jahrfeier im Oberaulaer Ortsteil Olberode

650 Jahre Olberode: Gute Stimmung herrschte am Freitag Abend in dem mit rund 400 Gästen voll besetzten Zelt anlässlich des Festkommerses. Fotos: Löwenberger 

Olberode. Sein 650-jähriges Bestehen feierte der Oberaulaer Ortsteil Olberode an diesem Wochenende. Der Startschuss zu dem Jubiläum fiel am Freitagabend mit dem Festkommers, und dort überboten sich die Festredner gegenseitig mit Worten des Dankes.

Durch das Programm führten Marnie Wagner und Robert Pfalzgraf und letzterer fasste den Begriff „Ehrengast“ so weit, dass am Ende eine große Zahl der rund 400 Gäste mit Nennung von Amt und Namen persönlich begrüßt wurden.

Nach Abspielen der Radio FFH Olberode-Hymne begrüßte Heidelbeerkönigin Theresa die 1. – Theresa Diehl – die Besucher und wünschte: „Tanzt, lacht, esst und lasst uns den 650. Geburtstag von Olberode feiern.“

Von vielen langen Abenden und ungezählten Stunden der Vorbereitung über mehr als zwei Jahre berichtete der Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Verkehrsvereins, Lothar Maurer, in einer eindrucksvollen Rede, für die er später von Bürgermeister Klaus Wagner ausgiebig gelobt wurde. Ohne das Engagement und die Bereitschaft Maurers, den Vorsitz in dem Verein zu übernehmen, hätte es wohl keine Jubiläumsfeier gegeben, sagte Wagner und wies darauf hin, wie positiv sich solche Jubiläen auch in anderen Ortsteilen auf den Zusammenhalt unter den Bewohnern ausgewirkt hätten.

Marnie Wagner und Robert Pfalzgraf führten durchs Programm.

Rund zehn Minuten benötigte Staatssekretär Mark Weinmeister um die Bedeutung solcher Jubiläen und den Zusammenhalt der Menschen im ländlichen Raum in Zeiten des demografischen Wandels zu würdigen und zu loben: Dafür hatte er ein Geschenk in Höhe von 1700 Euro im Gepäck, unter anderem wegen amerikanischer Staatsbürger aus Wisconsin, die gerade in Olberode die Spuren ihrer Vorfahren suchen.

Auf den Punkt

Weniger als eine Minute brauchte Veronika Backes, Vertreterin des erkrankten Landrates des Schwalm-Eder- Kreises, um dessen Glückwünsche zu überbringen, den Olberödern ein schönes Fest zu wünschen und ein Geschenk zu übergeben. Auf den Punkt brachte es Ortsvorsteher Werner Pfalzgraf unkompliziert und teilweise in Olberöder Platt: „ Es schwätzen wieder Menschen miteinander, die vorher sich aus dem Weg gegangen sind, und das ist ein Gemeinschaftsgefühl, das wir in Zukunft nicht vermissen wollen.“ Zuvor hatte Pfarrerin Karin Schwalm mit salbungsvollen Worten einen Heidelbeerstrauch überreicht.

Musikalisch unterstützt wurde der Abend durch den Chor „A&O“ und die Altburschen führten einen Sketch auf. Nachdem auch noch die Dorfchronik und das Olberöder Kochbuch vorgestellt worden waren, endete der offizielle Teil innerhalb der geplanten Zeitvorgabe von zwei Stunden und Daniel und Anika konnten zur Stimmungsparty aufspielen.

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