Neues Parkleitsystem für Bad Hersfeld wird immer konkreter

Ganz genau und aktuell

Ganz genau: Monitore an den Zufahrten informieren über freie Stellplätze.

Bad Hersfeld. In Betrieb ist die neue Technik noch nirgendwo. Nicht in Hamburg, nicht in Brüssel und nicht in Abu Dhabi. Doch mit diesen Städten wird Bad Hersfeld möglicherweise zu den ersten gehören, in denen ein hochmodernes Parkleitsystem eingerichtet wird, das nicht nur Wege weist, sondern im Drei-Sekunden-Takt über freie Stellplätze informiert.

Im Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt fand die Präsentation des Starnberger Unternehmens Cleverciti Systems jedenfalls ein weiteres Mal großen Beifall, beim vom Vorsitzenden Roland Luley eingeholten Meinungsbild gab es nur eine Gegenstimme.

„Schlauer parken“ nennt sich die Technologie, die über das Global Positioning System (GPS) die Parkplätze abscannt und freie Stellflächen über W-LAN an den Zentralrechner meldet. Ebenfalls drahtlos werden dann Wegweiser und Monitore informiert (unsere Zeitung berichtete).

Thomas H. Hohenacker, Geschäftsführer von Cleverciti, versprach im Ausschuss nicht nur eine rasche Wiederinbetriebnahme der bereits bestehenden Anzeigen, sondern auch ein punktgenau funktionierendes Management der Parkplätze auf dem Marktplatz.

Daran war das alte System der Firma Siemens trotz etlicher Nachbesserungsversuche immer wieder gescheitert. Hohenacker machte deshalb deutlich, dass sein Unternehmen kein zusätzliches Geld in diese fehlerträchtige Technik investieren werde.

Eine Testphase mit dem neuen System ist dagegen in einem Teilbereich des Marktes bereits erfolgreich verlaufen.

Dies und die Aussicht, schon im ersten Quartal des kommenden Jahres die Parkplatzsuche zuverlässig geregelt zu bekommen, stimmte die Hersfelder Stadtpolitiker positiv. In dieser ersten Ausbauphase des Systems sind sogar ein LED-Monitor, der die Verfügbarkeiten in den einzelnen Parkgassen auf dem Markt anzeigt, und die entsprechende App fürs Smartphone enthalten.

Die Stadtverordneten müssen nun im Hinblick auf den Haushalt 2015 überlegen und entscheiden, ob sie noch einmal 118 000 Euro zur Verfügung stellen. Rund 380 000 Euro hat die bisherige Technik schon gekostet.

Ein mobiles Bezahlsystem sowie weitere Monitore und Schilder könnten das schlaue Parken zu einem späteren Zeitpunkt noch schlauer machen.

Von Karl Schönholtz

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