Solo-Künstlerin Barbara Clear in der Bad Hersfelder Stadthalle

Ganz nah dran

Gibt beim Auftritt richtig Gas: Barbara Clear.

Bad Hersfeld. Fast 120 Konzerte hat Sängerin Barbara Clear in diesem Jahr gegeben und dabei rund 70 000 Kilometer zurückgelegt. Ihr Auftritt in der Hersfelder Stadthalle war der letzte im Jahr 2009.

Knapp 100 Zuhörer waren gekommen, um das Energiebündel Clear auf der Bühne zu erleben. Fast drei Stunden lang präsentierte sie mit Gitarrenbegleitung ältere Folk-Klassiker, Evergreens der Rockmusik und natürlich eigene Lieder, die größtenteils aus ihrem „Kulleraugen“-Programm stammen, mit dem sie seit 2008 auf Tour ist.

Flexibler Eintritt

Bei Clears Konzerten ist der Eintritt grundsätzlich frei. Sie mietet eine Halle, tritt dort auf und am Ende kann jeder soviel bezahlen, wie ihm der Auftritt wert war. Und das System scheint zu funktionieren: Clear managed und finanziert sich selbst, regelt den Vertrieb ihrer CDs und DVDs und auch die Licht- und Tontechnik hat sie laut ihrer Website selbst angeschafft. In die Abhängigkeit eines Plattenvertrags will sich die Sängerin nicht begeben. Mit ausdrucksstarker und variationsreicher Stimme gab sie Songs wie „Ironic“ von Alanis Morissette, „Blowin’ in the wind“ von Bob Dylan und eine Interpretation von U2´s „Still haven´t found what I´m looking for“ zum besten. Mühelos konnte die charmante Sängerin dabei ihre Zuhörer zum Schnipsen und Klatschen animieren. Das Mitsingen funktionierte weniger gut, was ihr aber keineswegs das strahlende Lachen vom Gesicht wischen konnte.

Während sie das Publikum mit ihren Worten mühelos in ein schottisches Pub oder auf einen Dampfer am Mississippi versetzte, stimmte sie mit gekonnten Griffen beiläufig ihre Gitarre.

In der Pause verkaufte Clear ihre CDs und DVDs selbst. Seit drei Jahren beschäftigt sie sich auch mit Malerei. Einige Bilder, die sie für ihre „Kulleraugen“-Tour angefertigt hat, konnte man als Fotodruck erwerben und gleich signieren lassen.

Weitere Infos: www.barbara–clear.de

Von Carmen Knoth

Kommentare