Verbeugung vor Johnny Cash

The Cashbags in Bad Hersfeld: Ganz dicht am Original

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Johnny Cash Tribute Show in der Stadthalle Bad Hersfeld: von links Brenny Brenner (Bass), Robert Tyson als Johnny Cash, Stephan Ckoehler (Gitarre).

Bad Hersfeld. „Relax, have a drink and enjoy the show“, begrüßte Cashbags-Frontmann Robert Tyson am Freitagabend nach dem ersten Anheizer „Big River“ die Country und Rockabilly Fans in der Bad Hersfelder Stadthalle zu verdammt geilen zweieinhalb Stunden „Johnny Cash at his best“.

Nicht umsonst gelten The Cashbags aus Dresden als Europas erfolgreichste Johnny Cash Tributband. Egal ob „Ring of Fire“, „Folsom Prison Blues“, „Don’t Take Your Guns to Town“ oder „I Walk the Line“, so authentisch, so dicht am Original hört man die berühmten Songs so gut wie nie. Kein Wunder, dass das Publikum, unter ihnen „Herzbube“ Wilfried Gliem, von Anfang an begeistert mitging.

Präzise und authentisch

US-Sänger Robert Tyson mit seiner abgegriffenen schwarzen Akustik-Gitarre und seiner sonoren Stimme ist Johnny Cash! Detailgenau, präzise und authentisch überzeugte und begeisterte auch der Rest der Band: Stephan Ckoehler mit seiner fast bis unters Kinn hochgeschnallten Telecaster E-Gitarre, Robert „Brenny“ Brenner am Kontrabass und Schlagzeuger Tobias Fuchs.

Wie angekündigt hatten die Cashbags auch zwei „Special Guests“ im Gepäck. Stephan Ckoehler verschwand plötzlich kurz von der Bühne, nur um wenig später mit Toupet, Sonnenbrille und weißem Jackett einen grandiosen Auftritt als Carl Perkins aufs Parkett zu legen und mit „Blue Suede Shoes“ die Stimmung zum Kochen zu bringen. Auf keinen Fall fehlen durfte auch Johnny Cashs große Liebe June Carter.

Valeska Kunath eroberte mit einem rotzig vorgetragenen „Jackson“ die Herzen des Publikums im Sturm und lieferte sich mit Robert Tyson auf der Bühne einen charmanten Schlagabtausch, der zu den gemeinsamen Auftritten von Johnny Cash und seiner Ehefrau June einfach dazugehörte.

Tanzen neben den Stühlen

Die Stadthalle war zwar nicht restlos gefüllt, aber das tat der Stimmung im Publikum keinen Abbruch. Immer wieder gab es stürmischen Applaus, einige Tanzwütige hatten sogar neben den Stuhlreihen Platz zum Austoben gefunden. Selbstverständlich gab es für das „beste Publikum der Welt“ auch eine Zugabe. Mit der Titelmelodie aus der Westernserie Bonanza ging es dann wieder nach Hause. (tl)

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