The Cavern Beatles in der Stadthalle

Ganz dicht am Original

The „Cavern Beatles“ live: In der Stadthalle Bad Hersfeld gaben (von links) Chris O’Neill (Paul McCartney), Rick Alan (George Harrison), Paul Tudhope (John Lennon), Simon Ramsden (Ringo Starr, hinten) alles, um ihren musikalischen Vorbildern so nahe wie möglich zu kommen. Fotos: Landsiedel

Bad Hersfeld. Bands, die die legendären „Fab Four“ aus Liverpool nachahmen, gibt es wie Sand am Meer. Die „Cavern-Beatles“ zeigten bei ihrem Auftritt in der Bad Hersfelder Stadthalle jedoch von Anfang an, wer die Nummer Eins der Beatles-Tribute-Bands ist.

Glasharter Beat, mit enormem Drive gespielt, hielt die Fans nicht lange auf ihren Sitzen. Nach „I wanna hold your hand“ und „I saw her standing there“ ging es dann bei Krachern wie „Roll over Beethoven“, „She loves you“ oder „A hard day’s night“ voll zur Sache. Zwischen und neben den Reihen wurde gerockt, was das Zeug hält. Zwischendurch gab es auch einige stimmungsvollen Balladen, Gelegenheit für eine kurze Atempause oder auch zum Händchenhalten.

Pilzkopf-Frisuren

In der Besetzung Paul Tudhope (John Lennon), Rick Alan (George Harrison), Chris O’Neill (Paul McCartney) und Simon Ramsden (Ringo Starr) absolvieren die Cavern-Beatles zur Zeit ein anstrengendes Tournee-Programm durch Deutschland, die Niederlande und England. Stilecht mit Pilzkopf-Frisur und in adretten Anzügen waren die vier aus Liverpool kommenden Musiker erstaunlich dicht am Original. Verblüffend vor allem die Ähnlichkeit von Paul Tudhope mit dem unvergessenen John Lennon. Mit „Twist and shout“ ging es dann in die Pause.

In der zweiten Hälfte – die echten Fans hatten es schon an dem während der Pause an der Bassdrum angebrachten „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ Logo erahnt – ging es dann psychedelisch weiter. Die Band kam passend in „Sgt. Pepper“-Uniformen auf die Bühne und spielte Hits wie „With a little help …“, „Lucy in the Sky with Diamonds“ oder „Strawberry fields“.

Auch hier überzeugt wieder die Liebe zum Detail vom hypnotischen Klang der Lowry-Orgel bis hin zur runden Nickelbrille von John Lennon. Mit einem großartig gespielten „Come together“ und einem ungemein druckvollen „Get back“ endete das zweite Set.

„Hey Jude“ als Zugabe

Eine Zugabe durfte selbstverständlich nicht fehlen und die vier Liverpooler gaben sie dem begeisterten Publikum nur zu gerne. Mit einem nicht enden wollenden „Na na na na-nananaa na-na-na-naa, hey Jude“ ging es schließlich nach Hause, wo sicherlich noch die eine oder andere Beatles-Platte rausgekramt wurde. Ein tolles Konzert mit einer tollen Band und einem nicht minder tollen Publikum.

Von Thomas Landsiedel

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