Aufklärungsquote der Polizei auf Rekordniveau / Zahl der Straftaten im Kreis sinkt

Für Ganoven wird es eng

Hersfeld-Rotenburg. Immer mehr Verbrechen in unserem Landkreis werden von der Polizei aufgeklärt. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Straftaten. Das ist die Bilanz der Polizeistatistik, die der Präsident des Präsidiums Osthessen, Eckhard Sauer, gestern vorgestellt hat. Die Beamten ermittelten im Jahr 2009 in 6550 Fällen und konnten 4102 davon aufklären. Das entspricht einer Quote von 62,6 Prozent, der höchsten Aufklärungsrate seit der Polizeireform im Jahr 2001.

„Das Polizeipräsidium Osthessen hat damit wieder den Spitzenwert im hessischen Vergleich erreicht“, erklärte Sauer stolz. Die Aufklärungsquote liege im Landesdurchschnitt bei 57,8 Prozent.

Gleichzeitig wurde im Kreis Hersfeld-Rotenburg ein Rückgang der Straftaten um sechs Prozent verzeichnet. Als Gründe für diese positive Entwicklung nannte der Polizeipräsident die bessere Ausbildung und Ausstattung der Polizeibeamten, Erfolge bei der Präventions-- und Aufklärungsarbeit, aber auch die gute Unterstützung der polizeilichen Arbeit durch die Bevölkerung, die mit Hinweisen und als Zeugen zur Aufklärung beitrage.

„Unsere Gesellschaft ist nicht gewalttätiger geworden“, betonte der Polizeipräsident, wohl aber würden einzelne Straftaten medial stärker beachtet, was zu einem subjektiven Unsicherheitsgefühl bei vielen Menschen beitrage. Dabei nähmen fast alle Straftaten – Diebstähle aus Wohnungen oder Autos, Körperverletzungen oder die Straßenkriminalität – kontinuierlich ab.

„Das objektive Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist weiter gesunken“, sagte der Polizeipräsident. Jugendliche und Heranwachsende seien aber in einem höheren Maß Opfer oder auch Täter, als es ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht. Bei ihnen setzt die Polizei deshalb mit besonderen Programmen stark auf die Prävention, um ein dauerhaftes Abdriften in die Kriminalität zu verhindern.

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Von Kai A. Struthoff

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