Saisongarten für Bad Hersfelder und Migranten

Gärtnern und Hilfe auf Gegenseitigkeit

Bad Hersfeld. Gegenseitige Hilfe können sich im kommenden Jahr Bad Hersfelder und Migranten in einem „Tegut-Saisongarten“ bieten:

Stefanie Krecek von den „Tegut-Saisongärten“ referierte jetzt im Interkulturellen Zentrum (IkuZ) vor Einheimischen und „Neuhersfeldern“ über Idee und Vorgehen bei der Anlage eines Saisongartens. Anhand von Bildern vieler bereits bestehender Initiativen in Hessen wurde klar: Hier liegt nicht nur eine Chance, auszuprobieren, ob Gärtnern zu einem passt, sondern auch die Möglichkeit, zu mehr Sprachpraxis zu gelangen – ein Angebot, das zum Beispiel einen jungen syrischen Agraringenieur zur aktiven Mitarbeit reizt.

Feld auf dem Tageberg

Auf dem Tageberg, in der Nähe des Robert-Heil-Turms, wartet ein bereits umgegrabenes und mit Gründünger eingesätes Feld auf „Neugärtner“ für das kommende Jahr. Das Landstück wird dann mit ökologischem Saat- und Pflanzgut fertig angelegt. Der finanzielle Einsatz, den die „Landbesitzer auf Zeit“ in einer Gartensaison erbringen müssen, wird – so Stefanie Krecek – in der Regel mit einem dreifachen Ertrag an gesundem Gemüse belohnt – ein Anreiz, der ernährungs- und umweltbewussten Hersfeldern das gemeinsame Gärtnern mit Migranten schmackhaft machen könnte.

„Für jeden etwas dabei“, meinen Kurt und Heike Braun, IkuZ-Mitglieder und Initiatoren, die die Saisongartenidee im Frühling aufgegriffen hatten und hoffen, dass im kommenden Jahr die Mischung stimmt.

Wer im kommenden Jahr ein Stück Garten übernehmen möchte, kann Informationen erhalten bei Heike Braun Telefon 06621-8012241 oder per Mail an h.braun-hef@online.de. (red/zac)

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