Zahl sank im Kreisgebiet seit 2009 um 1200

800 gaben ihre Schusswaffen ab

Hersfeld-Rotenburg. Es gibt immer weniger Schusswaffen und immer weniger Waffenbesitzer im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Auf diesen Nenner lässt sich die jüngste Erfassung der Waffenbehörde des Landkreises Hersfeld-Rotenburg bringen, die Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt vorstellte.

Danach ging die Zahl der Schusswaffen in den vergangenen fünf Jahren um 1200 von 14450 im Jahre 2009 auf aktuell 13250 zurück. Im selben Zeitraum gaben 800 registrierte Waffenbesitzer ihre Waffenbesitzkarte zurück, so dass deren Zahl jetzt bei 3000 liegt.

„Dies ist zweifellos eines der Ergebnisse der Änderungen und Verschärfungen beim Waffengesetz“, sagte der Landrat.

Deutlich verschärft

Das Waffengesetz war 2009 kurze Zeit nach dem Amoklauf von Winnenden deutlich verschärft worden. Waffenbesitzer mussten in jedem einzelnen Fall nachweisen, dass sie ihre Waffen vorschriftsgemäß aufbewahren. Waffenschränke müssen bestimmten Kriterien genügen, Waffen und Munition sicher und in der Regel getrennt gelagert werden.

Die Waffenbehörde des Landkreises hatte nach 2009 alle Waffenbesitzer im Kreis angeschrieben und aufgefordert, diese Vorschriften einzuhalten und entsprechende Nachweise zu erbringen. Seitdem wurden von der Waffenbehörde mehr als 500 Waffenbesitzer kontrolliert.

Überbleibsel aus Kriegstagen

In der ganz überwiegenden Zahl entsprach die Lagerung den Vorschriften; bei einigen mussten Nachbesserungen bei der Aufbewahrung der Waffen von den Verantwortlichen gefordert und zeitnah kontrolliert werden.

Im Zuge der Umsetzung des verschärften Waffenrechts meldeten sich gut 800 Waffenbesitzer im Landratsamt und gaben ihre Waffen zur Vernichtung ab oder brachten den Nachweis der Weitergabe oder des Verkaufs an Waffenhändler oder Privatpersonen, die Waffen besitzen dürfen.

Gut 1200 abgegebene Waffen, insbesondere Erbstücke oder Überbleibsel aus Kriegstagen, wurden zur Vernichtung gebracht und eingeschmolzen.

Appell des Landrats

Der Landrat appelliert nochmals an die Waffenbesitzer, „ihre Waffen äußerst sorgsam und gesetzesgemäß zu handhaben, damit niemand gefährdet wird“. (red/ank)

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