Harsche Kritik wegen Fehlinformation zum Schulamt

FWG: Werden wir von Paulus belogen?

Hersfeld-Rotenburg. Als eine „riesige Sauerei“ hat der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWH), Jörg Brand, den Umgang mit den Mitarbeitern des Staatlichen Schulamts in Bebra bezeichnet. Er reagiert damit auf Recherchen unserer Zeitung, wonach die Zukunft des Schulamtes weiter offen ist. Das Kultusministerium hatte der Darstellung des FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Paulus widersprochen, der behauptet hatte, das Schulamt sei gerettet und bleibe in Bebra.

„Wird die Bevölkerung von Paulus belogen?“, fragt deshalb Brand und kritisiert die „große Verirrung oder auch nur Dummheit“, mit der hier mit den Ängsten der Mitarbeiter des Staatlichen Schulamtes gespielt werde. „Die normalen Bürgerinnen und Bürger haben die Schnauze von solch einer bürgerfeindlichen, mit Lug und Trug durchsetzten Politik aller Altparteien, gestrichen voll. Es ist doch kein Wunder, wenn diese daher nicht mehr zur Wahl gehen“, schreibt Brand in einer Pressemeldung. Gleichzeitig kritisiert er auch Bebras Bürgermeister Groß, der auf die Falschmeldung von der vermeintlichen Schulamtsrettung erfreut reagiert hatte und den Erfolg seinen und den Bemühungen von Landrat Dr. Schmidt zugeschrieben hatte.

„Wenn man bedenkt, dass Groß mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Bloß und der ganzen CDU-Fraktion in Bebra gegen die Initiative der FWG zum Erhalt des Staatlichen Schulamtes gestimmt hat, ist das eine Frechheit“, meint Brand.

In Anbetracht der Aussagen des Kultusministeriums, wonach die Entscheidung über den Standort Bebra definitiv noch nicht gefallen sei, komme das von Bürgermeister Groß gesagte „einer Verhöhnung erster Klasse aller sich politisch engagierenden aufrechten und ehrlichen Demokraten und den Bürgerinnen und Bürgern gleich“, findet Brand. Er kündigte an, seine Partei werde weiterhin den „Finger in die Wunde“ legen, weil die Bürger einen Anspruch auf die Wahrheit hätten. (red/kai)

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