Verkehrsminister äußert sich zu Ausbauplänen der Schienenverbindung Niederaula – Bad Hersfeld

Fuldatal-Bahntrasse ist „Kernelement“

Bad Hersfeld. Die Bahnstrecke zwischen Bad Hersfeld und Niederaula ist nach Ansicht des Grünen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir ein „Kernelement“ für den Ausbau der Strecke zwischen Fulda und Eisenach. Das teilte der Verkehrsminister auf eine kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Torsten Warnecke mit. Gleichwohl gebe es derzeit keine konkreten Ausbaupläne.

Warnecke hatte sich zugleich nach den weiteren Plänen für die Eisenbahnstrecke erkundigt, die durch das Fuldatal und auch direkt durch den Bad Hersfelder Kurpark läuft. Seit Monaten warnt die FWG vor einem möglichen Ausbau dieser bislang einspurigen und nicht-elektrifizieren Strecke sowie den damit verbundenen Folgen für die Anwohner.

Erneut angemeldet

Al-Wazir bestätigte frühere Berichte auch unserer Zeitung, wonach die Schienenverbindung Niederaula–Bad Hersfeld von der vormaligen CDU-FDP-Regierung erneut für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet wurde. „Einen Planungsauftrag des Bundes an die DB Netz AG gibt es bisher nur für die Teilstrecken Hanau–Würzburg/Fulda und Eisenach–Erfurt, nicht für den Abschnitt Fulda–Eisenach und dessen Kernelement Niederaula–Bad Hersfeld“, heißt es wörtlich in der Antwort des Verkehrsministeriums. Auch konkrete Planungen für diese Teilstrecke gebe es nicht. Angesichts der Auflagen in den Planungsverfahren sei aber sichergestellt, dass örtlichen Belangen bei einer etwaigen Planungsaufnahme umfassend Rechnung getragen werde.

Strecken anbinden

Nach Ansicht von Warnecke gehe es daher offenbar nicht um eine deutliche Kapazitätsausweitung auf den Bahnlinien, sondern vielmehr darum, die bereits ausgelastete ICE-Strecke zwischen Kassel und Fulda an Bad Hersfeld anzubinden. Dem wachsenden Güterverkehr könne damit von Seiten der Bahn aber nur schwer Rechnung getragen werden, meint Warnecke. (red/kai)

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