Die Friedrich-Fröbel-Schule feierte jetzt das zehnjährige Bestehen der Betreuungsgruppe

Fürsorge ist oberste Pflicht

Verantwortliche der Vormittagsbetreuung von links: Beate Bellof, Harald Schönig (stellv. Schulleiter), Anne Hansen (Grund- und Mittelstufenleitern), Wilfried Sandlos und Joachim Bellof Foto: Hanisch

Bad Hersfeld. Kinder im Grundschulalter, gerade solchen die aus „Problemfamilien“ stammen, brauchen besondere Fürsorge.

Aus diesem Grund hat die Friedrich-Fröbel-Schule in Bad Hersfeld eine Vormittagsbetreuung für die Grundstufe eingeführt – dies ist nun mittlerweile schon zehn Jahre her und läuft seitdem reibungslos, wie Schulleiter Wilfried Sandlos stolz berichtet. Insgesamt 200 Kinder haben an diesem Projekt während all der Jahre teilgenommen, manche nur vorübergehend für ein paar Monate, andere sogar für ein paar Jahre. „Dies spricht für die Qualität unseres Angebots“, erläutert der Schulleiter.

Die Betreuungsgruppe, die zur Zeit aus zwölf Schülern besteht, findet jeweils Montag bis Freitag statt und kostet im Monat 30 Euro. Eigens dafür wurde von der Schule sogar ein „Betreuungsraum“ eingerichtet.

Mehr als Inobhutnahme

Bei der Vormittagsbetreuung handelt es sich allerdings nicht bloß um einen „Aufbewahrungsort“, wie Sandlos betont. Vielmehr werden die Kinder liebevoll versorgt und beschäftigt. Dazu gehören nicht nur das gemeinsame Hausaufgabenmachen, sondern auch Bastelaktivitäten, das Spielen im Jahnpark oder auf Spielplätzen und es gibt sogar einen Therapiehund, der zu Besuch kommt und mit dem die Kinder spazieren gehen. All dies ermöglicht Beate Bellof, die hauptsächlich mit der Beaufsichtigung der Gruppe betraut ist. Die Kinder haben großes Vertrauen zu ihr und sehen sie als eine Art „Ersatzmama“. „Die Kinder sind mein Leben“, erklärt Beate Bellof, als ihr Sandlos für ihr großes Engagement dankt. Aber nicht nur das: Sie ist auch eine Lebensberaterin für die manchmal überforderten Eltern und hilft, wo sie kann.

Einziger Wermutstropfen ist die Finanzierung. Die Schule ist auf Spendengeld und die Bezuschussung durch den Landkreis angewiesen und das ist manchmal einfach nicht ausreichend, erklärt Joachim Bellof, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes des Kreisverbandes Hersfeld-Rotenburg.

Des Weiteren setzt sich die Friedrich-Fröbel-Schule für ein Ganztagsangebot ein, wie es bereits an vielen Schulen üblich ist. Im Moment läuft dies noch probehalber jeden Donnerstagnachmittag bis 15.30 Uhr, bei dem auch ein Mittagessen mit inbegriffen ist. Schulleiter Sandlos hofft jedoch, dass seine Schule in Zukunft mit in das hessische Ganztagsprogramm aufgenommen wird.

Von Christin Hanisch

Kommentare