Bad Hersfelderin Gerhild Bähre wurde mit der Pflegemedaille des Landes Hessen ausgezeichnet

Fürsorge für Angehörige rund um die Uhr

Übergabe der Pflegemedaille: Gerhild Bähre (rechts) wird von Sozialminister Stefan Grüttner ausgezeichnet. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Pflegemedaille des Landes Hessen wurde jetzt an Gerhild Bähre aus Bad Hersfeld verliehen. Sie und 18 weitere Bürger haben von Stefan Grüttner, Hessischer Minister für Soziales und Integration, die Auszeichnung in einem sehr bewegenden Festakt auf Schloss Biebrich erhalten. Mit der Pflegemedaille wird auf den Einsatz pflegender Angehöriger aufmerksam gemacht.

Die Bad Hersfelderin Gerhild Bähre pflegt ihren schwerstbehinderten Ehemann Hans seit fünf Jahren. Der ehemalige Lehrer erlitt in der Schule einen schweren Schlaganfall und ist seitdem fast vollständig gelähmt. Bad Hersfelds Erster Stadtrat Dr. Rolf Göbel ist der Familie seit Jahrzehnten privat verbunden. Während des Festaktes überbrachte er Gerhild Bähre persönlich die Glückwünsche und ein Geschenk der Kreisstadt als Anerkennung für ihre aufopferungsvolle Pflege.

Die vom Hessischen Ministerpräsidenten gestiftete Pflegemedaille des Landes Hessen wird seit 2004 an Bürger verliehen, die einen pflegebedürftigen, kranken oder behinderten Menschen weitgehend unentgeltlich zu Hause seit mindestens fünf Jahren gepflegt oder betreut haben.

Betreuung in Zahlen

Nach der Pflegestatistik des Hessischen Statistischen Landesamts ist die Zahl der Pflegebedürftigen in Hessen innerhalb von zwei Jahren um rund 5471 Personen und damit um fast 2,8 Prozent gestiegen. 154 310 Pflegebedürftige und damit gut drei Viertel der Fälle werden zu Hause versorgt. Mit 109 705 Menschen bekommt der Großteil die Pflege ausschließlich durch Angehörige. In 44 605 Fällen sind zu Hause unterstützend ambulante Pflegedienste im Einsatz. In Pflegeheimen lebt knapp ein Viertel der Pflegebedürftigen. (red/spe)

Kommentare