Die Feuerwehren in Oberaula haben neue Ausrüstung in Betrieb genommen

Führungsspitze bestätigt

Verdiente Brandschützer: Christoph Ilse (stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart), Jörg Reichmann, Alexander Kurz, Michael Becker, Robert Pfalzgraf (stellvertretender Kreisbrandinspektor) und Bürgermeister Klaus Wagner (von links) ehrten bei der Jahreshauptversammlung der Oberaulaer Feuerwehren in der Mehrzweckhalle zahlreiche Aktive. Foto: Löwenberger

Oberaula. Rund 70 Feuerwehrfrauen und -männer haben während der Jahreshauptversammlung der Oberaulaer Feuerwehren am Samstagabend in der Mehrzweckhalle ihre Führungsriege im Amt bestätigt.

In offener Wahl wurden der Gemeindebrandinspektor Michael Becker und seine beiden Stellvertreter Jörg Reichmann und Alexander Kurz einstimmig wiedergewählt. Gegenkandidaten gab es keine. Nachfolger von Gemeindejugendfeuerwehrwart Heiko Feisel, der nicht mehr kandidierte, wurde Lars Pfalzgraf, sein Stellvertreter Johannes Polednie. Auch hier gab es keine Gegenkandidaten und keine Gegenstimmen.

Vom eigenen Spielmannszug war die Versammlung mit schmissiger Musik eröffnet worden, ehe Becker das vergangene Jahr Revue passieren ließ. Aktuell besteht die Einsatzabteilung der Knüllgemeinde aus 117 Kräften, 15 Prozent davon sind Frauen. Knapp über 50 Männer bilden die Ehren- und Altersabteilung und der Spielmannszug besteht aus 27 Mitgliedern. Sechs Mädchen und 22 Jungen sind aktuell in der Jugendfeuerwehr.

Zwei Leichen geborgen

Insgesamt musste die Feuerwehr zu 13 Einsätzen ausrücken, drei Mal zu kleineren Bränden, zehn Mal zu Hilfeleistungen, darunter zwei Leichenbergungen. Im Laufe des Jahres wurden zwei Übungen abgehalten und 51 Aktive nahmen an Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene teil. Dringend benötigt werden weitere Atemschutzgeräteträger.

Weiter berichtete Becker über zahlreiche Anschaffungen. Sämtliche notwendigen Digitalfunkgeräte seien gekauft, komplett eingebaut und die Anwender geschult worden. Ein neuer Rettungssatz mit akkubetriebener Schere und Spreizer wurde angeschafft, ein Rettungszylinder soll noch folgen.

Gemeinsam mit vier Nachbarkommunen wurden zwei Wärmebildkameras erstanden, eine davon befindet sich in Oberaula.

Die veralteten Atemschutzgeräte wurden durch 16 gebrauchte und vier neue ersetzt. Auch die Ersatzbeschaffung für das Wahlshäuser Katastrophenschutzfahrzeug ist abgeschlossen, die Auslieferung steht bevor, und die Anschaffung eines TSF-W für Olberode ist in Planung.

„Wir sind in vielen Dingen führend in der Region“, befand Bürgermeister Klaus Wagner, der sich ansonsten ob einer starken Erkältung darauf beschränkte, allen Feuerwehrleuten seinen Dank aus zu sprechen.

Auch der scheidende Kreisbrandinspektor des Schwalm-Eder-Kreises, Werner Bähr, nutzte die Chance sich mit einer etwas längeren und launigen Rede über den Wandel der Zeit letztmals offiziell bei den Oberaulaer Kameradinnen und Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement zu bedanken.

Von Bernd Löwenberger

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