Vereinfachte Regelung für Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen

Führerschein für Feuerwehren startet

Hersfeld-Rotenburg. Die ersten Einsatzkräfte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erwerben derzeit den sogenannte Feuerwehrführerschein. Zum Jahresbeginn hatte die hessische Landesregierung vereinfachter Regelungen für Einsatzfahrzeuge bis 7,49 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht eingeführt.

„Die neue Regelung hilft uns enorm weiter, gerade für junge Leute, die nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen fahren dürfen“, sagt Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten. Anwärter, die seit mindestens zwei Jahren im Besitz des Führerscheins Klasse B sind und keine Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg haben, können den Feuerwehrführerschein zu vereinfachten Bedingungen erwerben (siehe Hintergrund). Ausbilden und prüfen dürfen geschulte Kräfte der Feuerwehr, aber auch Fahrschulen. „Alle Kommunen haben sich zur Zusammenarbeit mit Fahrlehren entschieden“, sagt Jürgen Weingarten. Für die Ausbildung dürfen Feuerwehrfahrzeuge verwendet werden.

Die neue Regelung helfe insbesondere den kleineren Wehren. Für große Einsatzfahrzeuge mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen sei hingegen weiterhin ein regulärer LKW-Führerschein erforderlich.

In Zusammenarbeit mit einer Fahrschule hat die Feuerwehr Rotenburg acht Einweiser fortgebildet. Außerdem haben die ersten Anwärter auf den Führerschein mit ihrer Ausbildung begonnen. Noch im Juli sollen laut Pressemitteilung die ersten Prüfungen abgelegt werden.

Vorerst nicht angewendet wird die neue Regelung in Bad Hersfeld. „Die Stadt zahlt weiterhin vier Kameraden den Führerschein Klasse C“, berichtet Stadtbrandinspektor Thomas Daube. Mit Ausnahme von drei Stadtteilen seien die Feuerwehren in Bad Hersfeld ohnehin mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen ausgestattet. Zudem habe man Zweifel hinsichtlich des Versicherungsschutzes für Ausbilder und Fahrschüler.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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